Aachen: Gefahrenwarnung für Naturschutzgebiet Frankenwald
Im Naturschutzgebiet Frankenwald (Aachen, Nordrhein-Westfalen) ist es für Spaziergänger gefährlicher geworden. Die Stadt Aachen hat deshalb neue Warnschilder aufgestellt. Wer dort unterwegs ist, muss damit rechnen, dass Äste abbrechen oder ganze Bäume plötzlich umstürzen.
Das Problem ist eine Mischung aus Alter und Klima. Viele Bäume im Gebiet sind sehr alt und leiden unter Pilzbefall. Besonders die Eschen sind vom sogenannten Eschentriebsterben betroffen, was sie instabil macht. Auch die Altbuchen haben es schwer: Sie bekommen eine Art Sonnenbrand, trocknen von oben her aus und brechen dann unkontrolliert auseinander. Zudem können Äste selbst bei eigentlich gesunden Bäumen abbrechen, wenn der Hitzestress zu groß wird.
Warum die Stadt die gefährlichen Bäume nicht einfach wegräumt, hat Naturschutzgründe. Der Frankenwald ist seit 1928 geschützt und das älteste Naturschutzgebiet der Stadt. Seit 23 Jahren lässt man den Wald weitgehend sich selbst machen. Totholz und alte Bäume sind wichtig für die Natur, weil sie Tieren und Pilzen einen Lebensraum bieten und das Waldklima kühl und feucht halten. Nur an Straßen oder in der Nähe der Schule werden gefährliche Bäume aus Sicherheitsgründen entfernt.
Die Stadt Aachen erinnert daran, dass das Betreten des Waldes in Deutschland grundsätzlich auf eigene Gefahr geschieht. Die Eigentümer müssen nicht jeden Ast absichern. Im Frankenwald gilt zudem eine wichtige Regel: Man darf die offiziellen Wege nicht verlassen. Wer auf den Pfaden bleibt, senkt sein Risiko.
Die Warnschilder sollen die Besucher nun auf die besondere Situation aufmerksam machen. Die Forstleute beobachten das Gebiet weiterhin genau.
Quelle: Aachen – zur Originalmeldung