Eschweiler: Feuerwehr-Azubis üben Rettung an Elektroautos
Immer mehr Elektroautos kommen auf die Straßen. Das bringt für die Feuerwehr neue Probleme mit sich, denn der Umgang mit Hochvolt-Batterien und Leitungen ist gefährlich. Deshalb gab es am 21. August 2026 in Eschweiler (Städteregion Aachen) eine Premiere in der Ausbildung.
An der Feuer- und Rettungswache am Florianweg trainierten 20 Auszubildende die technische Hilfeleistung. Die jungen Männer simulierten, wie sie eine eingeklemmte Person mit hydraulischen Rettungsgeräten aus einem Auto befreien. Dabei ging es vor allem darum, sicher mit der Technik der Elektrofahrzeuge umzugehen. Diese Art der Übung ist neu und soll künftig fest zur Ausbildung gehören.
Damit die Azubis nicht an Attrappen, sondern an echten Autos üben konnten, half die Firma Mazda Motors Deutschland aus. Über den Senior Account Manager Ralf Behr aus Eschweiler stellte der Hersteller insgesamt fünf Fahrzeuge bereit. Marc Schmitz, der stellvertretende Leiter der Wache, betonte, dass diese realistische Erfahrung für die Feuerwehr sehr wertvoll sei.
Die 20 Teilnehmer sind Brandmeisteranwärter aus verschiedenen Städten der Region. Sie kommen aus Alsdorf, Eschweiler, Herzogenrath, Stolberg und Würselen. Auch die Nato-Feuerwehr aus Teveren macht bei der Kooperation mit. Die gesamte Grundausbildung begann am 1. April 2026 und dauert 18 Monate. Die praktische Einheit in Eschweiler wurde von David Roth aus Alsdorf geleitet, während die gesamte Lehrgangsleitung bei Timo Bergrath liegt.
Neben der Rettung aus Autos müssen die Anwärter noch vieles lernen. Dazu gehören unter anderem Physik, Chemie, das Beamtenrecht und ein Lehrgang zum Rettungssanitäter. Außerdem müssen sie das Sportabzeichen machen, die Rettungsschwimmerprüfung ablegen und den Lkw-Führerschein machen. Wenn sie die Prüfungen im September 2027 bestehen, starten sie als Beamte auf Probe in ihren Beruf.
Quelle: Eschweiler – zur Originalmeldung