Großbrand im Hohen Venn: Aachener Feuerwehr im Dauereinsatz
Im Hohen Venn (Belgien) wütet seit sechs Tagen ein Großbrand. Die Feuerwehr aus Aachen (Nordrhein-Westfalen) unterstützt die Löscharbeiten sowohl auf deutscher als auch auf belgischer Seite. Besonders hart ist die Arbeit im Monschauer Ortsteil Kalterherberg und jenseits der Grenze.
Die Bedingungen vor Ort sind extrem schwierig. Das Gelände ist unwegsam und die Luft ist voller Rauch. Wer dort arbeitet, braucht Atemschutz, da die Augen schnell zu brennen beginnen. Die Fachleute warnen, dass das Feuer die Region noch lange beschäftigen wird. Der Grund ist tückisch: Das Feuer brennt teilweise unterirdisch.
Die Hilfe funktioniert über die Grenzen hinweg. Neben den Profis helfen viele Freiwillige, Landwirte und Unternehmen, zum Beispiel beim Transport von Wasser. Zu Wochenbeginn waren allein 30 Kräfte aus Aachen im Einsatz. Am Dienstag (18. August) war zudem ein kompletter Löschzug der Feuerwehr Aachen-Mitte vor Ort. Insgesamt waren Einheiten aus Laurensberg, Mitte, Richterich, Brand und Walheim sowie der Führungsdienst der Berufsfeuerwehr im Einsatz. Zum Einsatz kamen Tanklöschfahrzeuge, Katastrophenschutzfahrzeuge und weitere Spezialgeräte.
Parallel dazu hilft die Feuerwehr Aachen auch im Hürtgenwald, um den Kreis Düren zu unterstützen. Auch Teams vom Stadtbetrieb und dem Foramt sind im Einsatz. Aachens Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons besuchte die Helfer am Dienstag persönlich, um sich zu bedanken. Er bezeichnete die Situation als bedrückend und mahnte an, dass der Klimaschutz wichtig sei, um solche Katastrophen in Zukunft zu vermeiden.
Aktuelle Informationen zum Einsatz veröffentlicht die Stadt Monschau auf ihrer Homepage.
Quelle: Aachen – zur Originalmeldung