Neuer Radl-Highway in Garching eröffnet
Seit Ende Juli ist ein neues Stück des sogenannten „Radl-Highways“ im Landkreis München (Bayern) für den Verkehr freigegeben. Es handelt sich um den Bauabschnitt „4.2“. Auf einer Länge von rund 3,4 Kilometern können Radfahrer nun schneller und sicherer zwischen der Landeshauptstadt und dem Norden des Landkreises pendeln.
Die neue Strecke verläuft auf Garchinger Grund. Sie beginnt am östlichen Ende des Schafweidewegs und führt bis zur Staatsstraße 2350, der Freisinger Landstraße. Damit liegt der Weg in der Nähe des Forschungscampus der Technischen Universität München (TUM). Die Autobahn A 9 überqueren die Radfahrer über eine bereits bestehende Brücke.
Der Weg ist breit genug für zwei Richtungen und so gebaut, dass man barrierefrei fahren und andere überholen kann. Damit es nicht zu Konflikten kommt, sind die Radwege durch Markierungen deutlich von den Fußgängerwegen getrennt.
Landrat Christoph Göbel, Garchings Zweiter Bürgermeister Christian Nolte und ein Vertreter von Verkehrsminister Christian Bernreiter haben den Abschnitt offiziell in der Nähe des Skateparks in Garching eröffnet. Die Politiker betonten, dass der Radweg eine echte Alternative zum Auto sein soll, um die Straßen und den öffentlichen Nahverkehr zu entlasten.
Das gesamte Projekt kostet rund 3 Millionen Euro brutto. Den Großteil der Summe übernimmt der Bund: 2,73 Millionen Euro fließen als Finanzhilfe in den Ausbau.
Beim Bau wurde auf den Naturschutz geachtet. Als Ausgleich für die Arbeiten wurde im Bereich des Nationalen Naturerbes „Mallertshofer Holz“ gearbeitet. Außerdem wurden abgeholzte Böschungen schnell wieder neu bepflanzt.
Die Arbeiten sind damit aber noch nicht beendet. Für das Jahr 2027 ist der nächste große Schritt geplant: Dann soll eine eigene Brücke für den Radschnellweg über die B 471 gebaut werden.