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Zoll packt Kopf einer Drogengruppe in Bosnien

Nach einer langen Jagd haben Ermittler den mutmaßlichen Anführer einer Schmugglerbande in Sarajevo geschnappt. Die Gruppe soll riesige Mengen Kokain und andere Drogen in Europa verteilt haben.

Die Jagd auf eine professionelle Schmugglerbande aus dem Rhein-Main-Gebiet hat ein Ende gefunden. Am 17. Juli 2026 nahmen Behörden den mutmaßlichen Chef der Gruppe in Sarajevo (Bosnien und Herzegowina) fest. Die Beamten des Landeskriminalamts hatten den 34-Jährigen dort ausfindig gemacht. Als die örtliche Polizei seine Räume durchsuchte, fanden sie drei scharfe Schusswaffen und passende Munition. Der Mann soll nun nach Deutschland überstellt werden.

Der Verdächtige soll im Hintergrund die Fäden gezogen haben. Er organisierte den Schmuggel von mindestens 88 Kilogramm Kokain, das unter anderem aus den Niederlanden nach Deutschland kam. Dafür nutzte er Kuriere, die in ihren Autos professionelle Verstecke eingebaut hatten. Die Drogen sollten dann in ganz Europa verkauft werden.

Doch der Chef war nicht der Einzige, der ins Netz ging. Bereits im Mai 2026 hatten Spezialeinheiten des Zolls und der Polizei in Frankfurt am Main (Hessen), in München und in der Schweiz zugeschlagen. Dabei klammerten die Beamten rund 88 Kilogramm Kokain, Crystal-Meth und Amphetamine sowie 145.000 Euro in bar aus den Händen der Schmuggler. Insgesamt wurden sieben weitere Beteiligte festgenommen – zwei Frauen und fünf Männer zwischen 23 und 39 Jahren. Diese sitzen derzeit in Untersuchungshaft.

Der Fall ist Teil eines riesigen Verfahrens, das die Ermittler schon seit dem Frühjahr 2025 führen. Alles begann im April 2025, als die Polizei in Frankfurt am Main, Trebur, Niedernhausen und Walluf vier illegale Drogenbunker in leerstehenden Immobilien entdeckte. Damals wurden über 600 Kilogramm Marihuana, Amphetamin und Codein sichergestellt. Diese Funde führten die Ermittler schließlich auf die Spur der jetzigen Gruppe.

Ob und inwieweit sich die Festgenommenen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft Wiesbaden. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Zollfahndungsamt Frankfurt am Main – zur Originalmeldung

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