Zirndorf bietet jetzt Demenzboxen für Betroffene an
Ein altes Foto oder ein vertrauter Gegenstand können dabei helfen, dass Erinnerungen bei Menschen mit Demenz wieder zurückkommen. Genau deshalb gibt es in Zirndorf (Landkreis Fürth, Bayern) nun ein neues Angebot. Landrat Bernd Obst hat zwei sogenannte Demenzboxen an den Ersten Bürgermeister Marcus Spath übergeben.
In den Boxen stecken Materialien, die im Alltag helfen sollen. Es gibt Dinge für das Gedächtnistraining und Anregungen für Gespräche. Die Angehörigen können die Boxen nutzen, um gemeinsam mit den Betroffenen alte Erinnerungen zu wecken und schöne Momente zu erleben. Das Ziel ist es, den Betroffenen und ihren Familien eine einfache Hilfe direkt im Alltag zu geben.
Bürgermeister Marcus Spath möchte Zirndorf so zu einer demenzfreundlichen Stadt machen. Die Betroffenen und ihre Verwandten sollen nicht allein gelassen werden. Die Initiatorinnen des Projekts hoffen, dass die Boxen den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern und sie für einen kurzen Moment wieder ganz sie selbst sind.
Zirndorf ist damit die siebte Gemeinde im Landkreis Fürth, die dieses Angebot nutzt. Zuvor gab es die Boxen bereits in Oberasbach, Cadolzburg, Stein, Langenzenn, Veitsbronn und Roßtal. Organisiert wurde das Ganze von Yvonne Götz von der Lokalen Allianz und Tanja Maier vom Landratsamt, unterstützt von der Zirndorfer Demenzbeauftragten Elke Zahl.
Wer die Demenzboxen nutzen möchte, kann sie kostenlos in der Stadtbücherei Zirndorf ausleihen. Bei Fragen hilft der Pflegestützpunkt des Landratsamts Fürth unter der Telefonnummer 0911 9773-4040 weiter.