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Worms: Museum zeigt historische Schätze im Andreasstift

Worms Stück für Stück August Copyright und Urheber siehe Worms

Von steinzeitlichem Schmuck bis zu römischen Masken: Das Museum im Andreasstift stellt in einer monatlichen Reihe besondere Objekte aus seiner Sammlung vor.

Das Museum im Andreasstift in Worms (Rheinland-Pfalz) hat eine besondere Reihe gestartet. Unter dem Namen „Worms Stück für Stück“ wird jeden Monat ein einzelnes Objekt aus der Sammlung in den Fokus gerückt. Die Stücke erzählen Geschichten aus verschiedenen Epochen und zeigen, wie die Menschen früher gelebt haben.

Besonders spannend sind die Funde aus der Steinzeit. So gibt es Schmuck aus Muscheln, Schnecken und Zähnen, der in Rheindürkheim gefunden wurde. Die Beigaben lassen vermuten, dass die Frau, die sie trug, damals eine wichtige Rolle in der Gesellschaft hatte. Auch ein Prunkbeil aus Jadeit, das etwa 4500 Jahre alt ist, gehört zu den Highlights. Da das Material extrem hart ist, mussten die Menschen es damals mit Feuer aus dem Stein sprengen.

Auch die römische Zeit ist stark vertreten. Ein „Gesichtskrug“ aus Worms zeigt zum Beispiel die damals modernen Frisuren der Frauen. Wer es schauriger mag, kann ein sogenanntes Fluchtäfelchen aus Blei sehen. Darauf ritzten die Römer die Namen ihrer Feinde ein, um diese durch Geister der Unterwelt zu bestrafen.

Ein besonders makaberer Fund stammt aus dem Mittelalter: Bei Arbeiten am Nordturm der Andreaskirche wurde ein eingemauerter Katzenschwanz entdeckt. Solche „Bauopfer“ sollten früher das Gebäude vor dem Bösen schützen oder Glück bringen.

Neben diesen Schätzen zeigt das Museum auch Modelle, wie einen kleinen Kobelwagen, der an die Abreise von Martin Luther aus Worms im Jahr 1521 erinnert. Viele der gezeigten Objekte können Besucher in der Dauerausstellung oder in speziellen Wechselvitrinen im Museum Andreasstift besichtigen.

Quelle: Worms – zur Originalmeldung

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