Witten warnt vor Betrugsfalle bei Kita-Bescheiden
Die Stadt Witten (Ennepe-Ruhr-Kreis, Nordrhein-Westfalen) hat Ende letzter Woche die ersten Bescheide für die Elternbeiträge des Kindergartenjahres 2026/2027 verschickt. In diesen Schreiben ist ein QR-Code enthalten. Eigentlich sollen Eltern damit ganz einfach ein Lastschriftmandat einrichten können. Doch beim Scannen passiert etwas anderes als geplant.
Wer den Code mit dem Handy scannt, landet nicht sofort auf der offiziellen Seite der Stadt. Stattdessen schaltet ein externer Anbieter eine Werbeseite dazwischen. Dort werden die Nutzer aufgefordert, einen Euro zu bezahlen. Wer das tut, schließt jedoch unwissentlich ein kostenpflichtiges Abonnement ab. Die Werbeseite lässt sich erst nach etwa neun Sekunden wegdrücken, bevor man endlich zum eigentlichen Formular der Stadt weitergeleitet wird.
Die Stadt Witten bittet um Entschuldigung und warnt eindringlich: Der QR-Code darf nicht genutzt werden. Es sollen keine Zahlungen geleistet und keine Bank- oder Kreditkartendaten auf dieser Seite eingegeben werden. Für ein Lastschriftmandat ist grundsätzlich kein Geld zu bezahlen.
Wer das Mandat einrichten möchte, soll stattdessen direkt auf die Internetseite witten.de gehen und dort nach dem Stichwort „Lastschriftmandat“ suchen. Die Stadt informiert die Eltern nun über die Kita-Träger sowie über eine automatische Antwort im Elternbeitragspostfach. Wer bereits ein Lastschriftmandat hinterlegt hat, muss nichts unternehmen. Alle Bescheide, die noch nicht verschickt wurden, werden korrigiert und führen direkt zur Stadtseite.
Die Stadt gibt an, dass die Zwischenschaltung der Werbung durch den QR-Code-Anbieter zunächst verborgen war und für die Verwaltung nicht ersichtlich war. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.
Quelle: Witten – zur Originalmeldung