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Wismar rettet altes Wandgemälde in Nikolaikirche

In der Nikolaikirche in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) wird ein bedeutendes Kunstwerk aus dem 14. Jahrhundert saniert. Das Gemälde ist stark beschädigt.

In der Nikolaikirche in Wismar (Mecklenburg-Vorpommern) sieht ein historisches Kunstwerk schlecht aus. Die Wandmalerei mit dem Namen „Wurzel Jesse“ stammt noch aus dem 14. Jahrhundert. Man kann mittlerweile deutlich sehen, dass das Gemälde zerfällt. Deshalb muss es jetzt dringend restauriert werden.

Das riesige Bild zeigt den Stammbaum von Jesus und seine königlichen Vorfahren. Es befindet sich an der südlichen Turmwand und im westlichen Teil des Südseitenschiffs. Für Kenner ist das Werk besonders wichtig, weil es zu den bedeutendsten Malereien der Backsteingotik in ganz Mecklenburg gehört.

Ein Konzept für die Rettung des Bildes gibt es bereits, da es schon in einem früheren Bauabschnitt geplant wurde. Jetzt geht es konkret an die Arbeit: Die Fachleute wollen die gefährdeten Putz- und Malschichten an der gesamten Wandfläche konservieren, damit nichts mehr abblättert oder verloren geht.

Das Ganze ist teuer. Die Kosten liegen bei rund 350.000 Euro. Einen Großteil der Summe, etwa 288.000 Euro, übernehmen Bund, Land und Gemeinde über die Städtebauförderung. Die Arbeiten sollen so schnell wie möglich starten und werden voraussichtlich bis zum Jahr 2027 dauern.

Die Nikolaikirche wird eigentlich schon lange Schritt für Schritt gerettet. Seit 1991 gibt es immer wieder Sicherungen und Reparaturen. Während die Maler bald an der „Wurzel Jesse“ arbeiten, wird momentan an der Fassade des Nordquerhauses saniert.

Quelle: Ministerium für Inneres und Bau Mecklenburg-Vorpommern – zur Originalmeldung

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