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Winsen: Kinofilme gegen Tabus bei psychischen Krankheiten

Copyright und Urheber siehe Landkreis Harburg

Mit dem Animationsfilm „Alles steht Kopf“ starten im Kinocenter Winsen besondere Filmtage. Es geht darum, psychische Erkrankungen sichtbarer zu machen.

Am Mittwoch, den 2. September, geht es im Kinocenter Winsen (Landkreis Harburg, Niedersachsen) los. Um 19 Uhr startet der Film „Alles steht Kopf“. Das ist kein gewöhnlicher Kinobesuch, sondern der Auftakt der neuen Sozialpsychiatrischen Filmtage. Der Sozialpsychiatrische Verbund und die Eingliederungshilfe des Landkreises haben sich dafür mit dem Kino zusammengetan.

In dem Film geht es um die elfjährige Riley. Nach einem Umzug in eine große Stadt herrscht in ihrem Kopf Chaos. Ihre Emotionen – Freude, Angst, Wut, Ekel und Kummer – müssen lernen, zusammenzuarbeiten, damit Riley mit der neuen Situation klarkommt. Auf einer Reise durch das Gedächtnis und das Fantasieland wird deutlich, warum jede einzelne Emotion wichtig ist.

Die Organisatoren wollen mit diesem Format ein Tabu brechen. Psychische Krankheiten sieht man oft nicht von außen, und viele Betroffene oder ihre Familien haben Angst vor Vorurteilen und Ablehnung. Die Filmtage sollen zeigen, dass solche Probleme jeden treffen können. Durch die Filme und die Gespräche danach soll mehr Verständnis geschaffen werden.

Nach dem Film gibt es eine Diskussion mit Fachleuten. Experten wie die Psychologin Daniela Eggers erklären, dass auch unangenehme Gefühle wie Traurigkeit eine wichtige Funktion haben. Sie helfen dabei, Erlebtes zu verarbeiten. In Winsen soll konkret besprochen werden, was passiert, wenn die Steuerung dieser Gefühle nicht richtig funktioniert, zum Beispiel bei einer Borderline-Erkrankung.

Dies ist erst der Anfang: Insgesamt sind drei Vorführungen geplant. Weitere Filme laufen am 9. und am 16. September. Die Teilnahme ist kostenlos und man muss sich nicht vorher anmelden. Wer möchte, kann vor Ort eine Spende für einen guten Zweck hinterlassen. Das Ziel ist es, diese Filmtage in Zukunft jedes Jahr zu veranstalten.

Quelle: Landkreis Harburg – zur Originalmeldung

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