Wilster: Schafherde blockiert Güterzug auf Gleisen
Gegen 20.45 Uhr bekamen die Beamten der Bundespolizei einen Anruf: Auf der Strecke von Wilster (Kreis Steinburg, Schleswig-Holstein) nach Brunsbüttel liefen Schafe auf den Gleisen. Die Bahnstrecke wurde daraufhin bereits um 20.35 Uhr gesperrt, damit nichts passiert.
Zwei Streifen der Bundespolizei fuhren sofort los. Im Bereich von Wilster fanden sie dann die Situation vor, die die Meldung ausgelöst hatte. Dort stand ein Güterzug direkt vor einer Herde aus zehn Schafen.
Die Lokführerin des Zuges erzählte den Polizisten, dass sie die Tiere rechtzeitig bemerkt habe. Sie leitete eine Betriebsbremsung ein und brachte den Zug zum Stehen. So konnte ein Zusammenstoß verhindert werden und weder die Tiere noch der Zug kamen zu Schaden.
Die zehn Schafe standen noch auf den Schienen, als die Beamten eintrafen. Die Polizisten trieben die Tiere anschließend auf eine Weide, die direkt an den Gleisen lag. Danach wurde der Besitzer der Schafe informiert. Dieser versprach, die Herde auf eine andere Weide umzusiedeln, damit sie nicht noch einmal auf die Strecke laufen.
Erst als die Gleise wieder komplett frei waren, konnte die eingleisige Strecke um 21.50 Uhr wieder für den Bahnbetrieb freigegeben werden.
Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Flensburg – zur Originalmeldung