Willstätt: Schwerer Unfall nach Starkregen auf A5
Am Freitagabend goss es in Willstätt (Ortenaukreis, Baden-Württemberg) in Strömen. Das führte auf der A5 zwischen den Anschlussstellen Appenweier und Achern zu zwei Unfällen. Gegen 19:25 Uhr war ein 28-jähriger Mann mit seinem BMW in Richtung Karlsruhe unterwegs. Die Fahrbahn war klitschnass. Der Fahrer war wohl zu schnell unterwegs und verlor die Kontrolle über seinen Wagen. Der BMW geriet ins Schleudern und prallte gegen die Leitplanke am rechten Rand.
Doch der Aufprall stoppte den Wagen nicht. Der BMW knallte daraufhin in einen Ford, der mit einem Wohnwagen auf dem rechten Fahrstreifen fuhr. Die Insassen des Ford, ein 52- und ein 57-Jähriger, kamen glücklicherweise ohne Verletzungen davon. Der junge BMW-Fahrer hingegen wurde schwer verletzt. Die Retter versorgten ihn erst direkt an der Straße und brachten ihn dann in ein Krankenhaus in der Nähe. An den Autos und der Leitplanke entstand ein Schaden von etwa 100.000 Euro.
Fast zeitgleich passierte im selben Bereich ein weiterer Unfall. Ein 42-jähriger Mann in einem Skoda rutschte ebenfalls auf der nassen Straße weg. Er war vermutlich auch zu schnell gefahren. Sein Wagen kam allein gegen die Leitplanke am rechten Rand zum Stehen. Der Fahrer blieb unverletzt, der Schaden an seinem Auto wird auf 15.000 Euro geschätzt.
Die Folgen für die anderen Autofahrer waren massiv. Die Polizei musste den rechten Fahrstreifen und den Standstreifen sperren, um den Unfall aufzunehmen und die Fahrbahn zu reinigen. Zwar wurde der Verkehr an der Stelle vorbeigeführt, doch bildete sich ein langer Rückstau bis zur Anschlussstelle Appenweier. Erst gegen 22:20 Uhr war die Strecke wieder komplett frei.
Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Ob und inwieweit sich die Fahrer strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.