Wildeshausen holt Energiemanager für Klimaziele an Bord
Die Stadt Wildeshausen (Landkreis Oldenburg, Niedersachsen) hat ein großes Ziel: Bis zum Jahr 2035 soll sie klimaneutral sein. Damit das klappt, braucht die Verwaltung fachliche Unterstützung. Ab dem 1. August übernimmt Jens Reinelt die Rolle des Energiemanagers.
Der 28-Jährige kommt ursprünglich aus Oberhausen. Er hat Energie- und Umwelttechnik an der Hochschule Ruhr West in Bottrop studiert und arbeitete zuvor in der Metallrecyclingbranche sowie bei einem Hydraulikunternehmen. Zusammen mit seiner Freundin ist er mittlerweile nach Brettorf gezogen, um in der Region eine neue Heimat zu finden.
Reinelt hat in der Stadt viel zu tun. Er wird zuerst alle öffentlichen Gebäude genau unter die Lupe nehmen. Er will herausfinden, wo am meisten Energie und Wasser verschwendet wird. Wenn er die sogenannten Verbrauchsübeltäter gefunden hat, sucht er nach Lösungen. Das können bauliche Änderungen sein, der Austausch alter Heizungen oder auch einfach neue Regeln, wie die Anlagen bedient werden.
Neben der Technik kümmert er sich auch um die Finanzen und die Politik. Er soll Fördermittel beschaffen und Verträge für den Netzanschluss optimieren. Zudem wird er die Themen im Stadtrat und in den Ausschüssen vorstellen. Ein wichtiger Punkt ist für ihn die Öffentlichkeitsarbeit. Er möchte mit den Bürgern, Firmen und Behörden in Wildeshausen sprechen, um Akzeptanz für die nötigen Veränderungen zu schaffen. So sollen alle gemeinsam lernen, wie man CO2 einspart und langfristig Geld spart.
Die Stelle wird bis zum Jahr 2029 vom Bund gefördert. Ob die Maßnahmen ausreichen, um das Ziel der Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen, wird die Zeit zeigen.