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Wildeshausen: Feuerwehr übt Brand in der Alexanderkirche

Rauch im Dachstuhl und läutende Glocken: Die Feuerwehren aus Wildeshausen und Harpstedt haben am Mittwochabend ein großes Rettungsszenario trainiert.

Am Mittwochabend, dem 19. August, sah es in der Alexanderkirche in Wildeshausen (Landkreis Oldenburg, Niedersachsen) gefährlich aus. Überall stieg dichter Rauch auf, und die Kirchenglocken läuteten plötzlich von selbst. Doch es war kein echter Notfall, sondern eine aufwendig geplante Großübung der Feuerwehren aus Wildeshausen und Harpstedt.

Das Szenario war detailliert vorbereitet: Angeblich gab es nach Dachdeckerarbeiten einen Schwelbrand im Dachstuhl. Während eines Gospelkonzerts bemerkten die Zuschauer den Rauch und riefen die Retter. Zwei Menschen wurden als vermisst gemeldet. Um die Situation echt wirken zu lassen, hatten die Organisatoren das Gebäude und den Dachstuhl mit Nebelmaschinen verraucht.

Zuerst traf die Feuerwehr Wildeshausen ein. Der Einsatzleiter prüfte die Lage und suchte nach Menschen im Gebäude. Kurz darauf kamen weitere Fahrzeuge dazu, und die Rettung der Vermissten begann. Die Kirche stellte die Einsatzkräfte vor große Probleme: Die Aufgänge sind schmal und es gibt viel Holz im Dachstuhl. Die Atemschutztrupps mussten mit schwerem Gerät und Masken durch die dunklen, verrauchten Gänge nach oben steigen.

Auch die Feuerwehr Harpstedt war beteiligt. Die Mannschaft war eigentlich gerade dabei, einen Pkw-Brand auf der Autobahn zu löschen. Auf dem Rückweg wurden sie über die Leitstelle Oldenburg in den Einsatz in der Kirche gezogen. So wurde getestet, wie gut die Zusammenarbeit der beiden Wehren funktioniert.

Unterstützung kam zudem vom Informations- und Kommunikationszug der Kreisfeuerwehr Oldenburg. Die Experten nutzten eine Drohne mit Wärmebildkamera, um das Gebäude aus der Luft zu erkunden, und kümmerten sich um den Funkverkehr.

Am Ende konnten alle vermissten Menschen gerettet werden. Nach dem Einsatz besprachen die Beteiligten gemeinsam, was gut lief und wo es noch Fehler gab. Zum Abschluss versorgte das DRK die Einsatzkräfte im Feuerwehrhaus Wildeshausen mit Essen und Getränken.

Quelle: Kreisfeuerwehr Oldenburg – zur Originalmeldung

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