Wildeshausen: Feuerwehr trainiert in Gebäude zum Abriss
Am Montagabend, dem 10. August, war für die Feuerwehr Wildeshausen (Landkreis Oldenburg, Niedersachsen) ein besonderer Dienst auf dem Plan. Die Einsatzkräfte besuchten ein altes Gebäude, das in Kürze abgerissen wird. Das war ein großer Vorteil: Normalerweise müssen die Retter bei Übungen vorsichtig sein, damit nichts kaputtgeht. Hier konnten sie aber genau so vorgehen, wie sie es in einem echten Notfall tun würden, ohne auf die Bausubstanz achten zu müssen.
Die Feuerwehr hatte den Abend in den Wochen zuvor genau geplant. Die Mannschaft wurde in mehrere Gruppen aufgeteilt, die nacheinander drei verschiedene Stationen durchliefen.
Zuerst ging es um die Brandbekämpfung in Bereichen, wo man schlecht hinkommt. Die Retter nutzten sogenannte „Fog Nails“. Das sind spezielle Löschlanzen mit Düsen. Diese werden zum Beispiel durch Zwischendecken oder in Flachdächer geschoben, um das Wasser direkt dort abzugeben, wo es brennt.
Danach trainierten die Gruppen die Absturzsicherung. Wenn es im Dachstuhl brennt, ist das Risiko groß, dass Feuerwehrleute abstürzen. Deshalb übten sie die sogenannte „Top-Rope-Sicherung“. Die Einsatzkräfte probierten verschiedene Wege aus, wie sie sich sicher an Seilen festmachen können, damit sie im Ernstfall nicht in die Tiefe stürzen.
Zum Schluss stand die Menschenrettung im Fokus. Die Feuerwehrleute stellten tragbare Leitern auf, stiegen sicher hinauf und retteten Menschen aus dem Gebäude. Dabei wurden verschiedene Szenarien durchgespielt, um die Zusammenarbeit im Team zu verbessern.
Die Feuerwehr bedankte sich nach dem Einsatz bei den Eigentümern des Hauses, dass sie das Gebäude für diese realitätsnahen Trainings nutzen durften.