Wiesbaden: Viele Verstöße bei Kontrolle von Lieferwagen
Am Montag startete die Polizei in Wiesbaden (Hessen) eine große Kontrollaktion. Von 8 Uhr morgens bis 16 Uhr nachmittags suchten die Beamten gezielt nach Lieferwagen und Kleintransportern bis 3,5 Tonnen. Drei Kontrollstellen wurden in Fahrtrichtung Wiesbaden-Mainz-Kastel eingerichtet.
Die Polizei war dabei nicht allein. Auch Leute vom Hauptzollamt Darmstadt, die Gefahrgutüberwachung und die Stadtpolizei halfen mit. Die Kontrolleure schauten sich vor allem an, ob die Fahrzeuge technisch in Ordnung waren und ob die Ladung sicher verstaut war. Außerdem prüften sie, ob die Fahrer ihre Ruhezeiten einhielten, einen gültigen Führerschein hatten und überhaupt fahrtüchtig waren.
Insgesamt wurden 62 Fahrzeuge und 84 Menschen kontrolliert. Die Bilanz fiel deutlich aus: Die Beamten fanden 33 Ordnungswidrigkeiten und sieben Straftaten. Am häufigsten gab es Ärger wegen der Ladungssicherung, die in 14 Fällen nicht passte. In 13 Fällen hatten die Fahrer ihren Gurt nicht angelegt.
Besonders dreist waren einige Fahrer: Drei Männer hatten gar keinen passenden Führerschein. In zwei Fällen wurde nun auch gegen die Leute ermittelt, die diese Fahrer trotzdem hinter das Steuer gesetzt haben. Ein Mann zeigte einen ausländischen Führerschein vor, der aber komplett gefälscht war. Gegen ihn läuft nun ein Verfahren wegen Urkundenfälschung.
Neben diesen Vorfällen gab es noch einen Verstoß beim Transport von Gefahrgut, einen Fahrer, der am Handy war, und ein Fahrzeug ohne gültige Versicherung.
Die Polizei hat angekündigt, dass es auch in Zukunft solche Kontrollen im Güterverkehr geben wird, um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen. Ob und inwieweit sich die Tatverdächtigen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Wiesbaden - Polizeipräsidium Westhessen – zur Originalmeldung