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Wetter: Feuerwehr rettet Baumstamm und Vogelnest

Am Ruhrradwanderweg drohte ein riesiger Ast auf Spaziergänger zu stürzen. Die Feuerwehr musste vorsichtig vorgehen, um eine junge Vogelfamilie nicht zu gefährden.

Am Mittwochabend gegen 20:05 Uhr passierte es am Strandweg in Wetter (Ennepe-Ruhr-Kreis, Nordrhein-Westfalen). Eine Frau saß gerade auf einer Bank am Ruhrradwanderweg, als sie plötzlich ein lautes Knacken hörte. Sie sah, wie ein großer Ast aus einem Baum brach und herunterfiel. Die Spaziergängerin wählte sofort den Notruf.

Als die Feuerwehr aus Alt-Wetter eintraf, zeigte die Frau den Rettern genau, wo der Ast heruntergekommen war. Die Einsatzkräfte sahen schnell, dass es gefährlich war: Ein großer Teil des Stammes hing noch oben im Baum. Wenn dieser Teil nachgegeben hätte, wäre er direkt auf den Rad- und Fußweg gestürzt.

Die Feuerwehr wollte den Stamm kontrolliert entfernen, doch das war gar nicht so einfach. Die Drehleiter passte kaum in die engen Gassen und auf die Wege. Die Fahrer mussten das schwere Fahrzeug mehrfach vor- und zurücksetzen, bis sie eine sichere Position gefunden hatten.

Dann entdeckten die Retter ein Problem: Direkt unter dem Baum, auf dem Wasser, hatte eine Familie von Teichhühnern ihr Nest gebaut und hütete dort ihre Jungen. Den schweren Stamm einfach auf den Boden fallen zu lassen, kam nicht infrage, da die Vögel sonst in Gefahr gewesen wären.

Die Feuerwehr improvisierte deshalb: Sie befestigten eine Leine mit einer Umlenkrolle am Stamm. Erst dann sägten die Einsatzkräfte das Holz mit einer Akku-Motorsäge ab. Durch die Leine konnten sie den Stamm vorsichtig zur Seite ziehen und sicher ablegen, ohne das Nest zu berühren.

Während der Arbeiten war der betroffene Abschnitt des Ruhrradwanderweges komplett gesperrt. Die Radfahrer und Fußgänger hielten sich an die Sperrung und machten keine Probleme. Nach etwa 90 Minuten war der Ast weg, der Weg sauber und der Einsatz beendet.

Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.

Quelle: Feuerwehr Wetter (Ruhr) – zur Originalmeldung

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