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Wesel: Familien entdecken Fledermäuse am Alten Wasserwerk

Zum 35. Mal fand die Weseler Fledermausnacht statt. Dieses Mal trafen sich Naturfreunde am Alten Wasserwerk am Fusternberg.

Am Samstag, den 22. August, war es in Wesel (Nordrhein-Westfalen) wieder Zeit für die Fledermausnacht. Die beliebte Familienveranstaltung führte die Besucher dieses Jahr zum Alten Wasserwerk am Fusternberg. Das Gelände liegt etwas abseits, zwischen der Lippe und der alten Eisenbahnstrecke nach Haltern.

In den historischen Räumen des technischen Baudenkmals startete der Abend mit einem Vortrag. Paul Schnitzler von der Biologischen Station in Wesel erklärte, wie die nachtaktiven Tiere leben und warum sie gefährdet sind. Er zeigte zum Beispiel, dass die heimische Zwergfledermaus so klein ist, dass sie in eine Streichholzschachtel passt. Trotz ihrer Größe kann sie in einer einzigen Nacht bis zu 1500 Insekten fangen und hilft so gegen lästige Plagegeister.

An verschiedenen Ständen konnten die Besucher ihr Wissen testen. Dabei lernten sie, dass Fledermause keine Schmetterlinge fressen, weil diese nachts nicht fliegen. Auch dass es in Übersee Arten gibt, die sich von Blut ernähren, wurde thematisiert. Nach einer kurzen Stärkung ging es bei trockenem Wetter nach draußen. Rund um das Gebäude an der Lippe beobachteten die Teilnehmer die Tiere bei der Jagd. Mit speziellen Ultraschall-Detektoren konnten sie sogar die Rufe der Fledermäuse hören. Die jungen Forscher bekamen zum Abschluss eine Urkunde mit nach Hause.

Wer sich nicht nur für die Natur interessierte, konnte auch etwas über die Technik des Alten Wasserwerks lernen. Bei Führungen wurde erklärt, wie von 1886 bis 1956 die Trinkwasserversorgung der Stadt funktionierte. Die Pumpen wurden damals erst mit Dampf, später mit Strom und Gas angetrieben.

Die Fledermausnacht wird seit 1999 jedes Jahr an wechselnden Orten in Wesel organisiert. Die Stadt arbeitet dabei mit der Biologischen Station Kreis Wesel und Krefeld e. V. zusammen.

Quelle: Wesel – zur Originalmeldung

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