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Werne plant neue Gewerbeflächen an der Autobahn

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Die Stadtverwaltung will zwei bisherige Industrie-Standorte aufgeben und stattdessen ein Gelände an der Autobahn prüfen lassen.

In Werne (Kreis Unna, Nordrhein-Westfalen) gibt es Pläne für neue Gewerbegebiete. Der Regionalverband Ruhr (RVR) überarbeitet gerade sein Konzept für sogenannte Kooperationsstandorte. Das sind große Flächen ab fünf Hektar, die für Firmen aus der ganzen Region gedacht sind. Die Stadtverwaltung schlägt nun vor, zwei bisherige Standorte komplett aus den Plänen zu streichen.

Zum einen geht es um die Nordlippestraße. Dort hatten sich die Bürger bereits 2021 in einem Bürgerentscheid gegen die Pläne gewehrt. Zwar ist die rechtliche Bindung dieses Entscheids mittlerweile vorbei, aber die Stadt will den Willen der Menschen ernst nehmen und die Fläche nicht mehr für Großgewerbe nutzen.

Zum anderen fällt das Gelände des Gersteinwerkes weg. Früher dachte man, dass der Energiestandort aufgegeben wird. Jetzt sieht es anders aus: Das Kraftwerk dient weiterhin als nationale Reserve, ein Batteriespeicher steht schon und ein neues Gaskraftwerk, das auch mit Wasserstoff betrieben werden kann, ist in Planung. Deshalb soll die Fläche nicht für andere Firmen genutzt werden.

Stattdessen setzt die Stadt auf eine Fläche südlich des Autohofs an der Autobahn. Diese Idee gab es schon einmal, damals lehnte der RVR sie aber ab, weil kein Anschluss an die Siedlung vorhanden war. Jetzt hofft die Stadt, dass das klappt, da das Land Nordrhein-Westfalen die Regeln für Gewerbeflächen an verkehrsgünstigen Orten lockern will.

Neben diesen großen Plänen fehlen in Werne insgesamt etwa 19 Hektar Fläche, damit lokale Betriebe wachsen können und neue Firmen einziehen. Hierfür gibt es seit dem Frühjahr 2026 einen Dialog mit den Bürgern. Am 1. Oktober findet dazu ein Runder Tisch statt, bei dem auch sechs zufällig ausgeloste Bürger dabei sind.

Bürgermeister Lars Hübchen sagt, dass die Stadt einerseits die Botschaft der Bürger zur Nordlippestraße respektiert, aber andererseits neue Flächen braucht, um wirtschaftlich zu wachsen. Die Autobahn sei dafür eine sehr gute Perspektive.

Jetzt muss die Politik entscheiden. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung berät am 15. September 2026 über den Vorschlag. Danach geht eine gemeinsame Stellungnahme aller Kommunen aus dem Kreis Unna an den RVR. Das letzte Wort hat dann der Regionalverband Ruhr.

Quelle: Werne – zur Originalmeldung

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