Weissach analysiert Gefahren durch Starkregen
In den letzten zehn Jahren gab es immer öfter heftige Regengüsse, die zu schlimmen Überflutungen und hohen Schäden geführt haben. Oft passiert das ganz plötzlich bei Sommergewittern, wenn das Wasser nicht schnell genug abfließen kann. Da das Klima sich ändert, rechnet die Gemeinde Weissach (Landkreis Böblingen, Baden-Württemberg) damit, dass solche Ereignisse in Zukunft noch häufiger vorkommen.
Deshalb hat die Gemeinde das Ingenieurbüro Wald + Corbe mit einer Untersuchung beauftragt. Die Experten haben genau geschaut, wo im Ort das Risiko für Überflutungen besonders hoch ist. Das Ergebnis sind spezielle Starkregengefahrenkarten. Diese Karten zeigen, wie tief das Wasser in verschiedenen Szenarien stehen würde und wie schnell es fließt. Dabei wurde zwischen drei Stufen unterschieden: selten, außergewöhnlich und extrem.
Ein extremes Ereignis wäre eine echte Naturkatastrophe. In diesem Fall würden innerhalb einer Stunde 128 Millimeter Regen fallen. Für kleinere Schutzmaßnahmen empfiehlt die Gemeinde, sich an dem „außergewöhnlichen“ Szenario zu orientieren. Die Karten helfen nun dabei, zu erkennen, ob das eigene Haus oder die Wohnung gefährdet ist und wo Vorsorgemaßnahmen sinnvoll sind.
Das Problem bei Starkregen ist, dass man ihn kaum genau vorhersagen kann. Im Gegensatz zu großen Flüssen weiß man oft erst sehr kurz vorher, wo es genau knallt. Die Warnzeiten sind extrem kurz, sodass man im Ernstfall kaum noch reagieren kann. Deshalb rät die Gemeinde allen Haus- und Grundstücksbesitzern, sich frühzeitig selbst zu schützen.
Wer wissen möchte, wie er sein Eigentum absichern kann, findet auf der Website der Gemeinde verschiedene Leitfäden und Videos zum Objektschutz. Bei Fragen hilft Julia Etzel vom Ortsbauamt unter der Telefonnummer (07044) 9363-400 oder per E-Mail unter [email protected] weiter.
Quelle: Weissach – zur Originalmeldung