Weinheim: Feuerwehr im Dauereinsatz wegen Wasserschaden und Fehlalarmen
Der Samstag begann für die Feuerwehr in Weinheim (Baden-Württemberg) hektisch. Um 14:07 Uhr kam der Notruf aus der Brunnengasse in Hohensachsen. Anwohner hatten Hilferufe von einem Grundstück gehört. Die Feuerwehr, die Polizei und der Rettungsdienst rückten sofort aus, um eine Tür zu öffnen. Doch als die Retter vor Ort waren, stellte sich heraus, dass der Person bereits geholfen wurde. Der Rettungsdienst versorgte die Person bereits, sodass die Feuerwehr nicht mehr eingreifen musste.
Bei diesem ersten Einsatz passierte jedoch ein Fehler. Wegen einer technischen Umstellung bei der Alarmierung gingen plötzlich alle Sirenen im gesamten Stadtgebiet los. Eigentlich werden die Feuerwehrleute heute digital über Meldeempfänger gerufen. Sirenen dienen nur noch dazu, die Bevölkerung vor großen Gefahren wie Unwettern oder Großbränden zu warnen. Die Menschen in Weinheim mussten am Samstagnachmittag deshalb nichts unternehmen, da keine Gefahr bestand.
Nur wenige Minuten später ging der nächste Alarm ein. Im „3 Glocken Center“ hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst. Mehrere Löschfahrzeuge und eine Drehleiter aus Hemsbach fuhren zum Gebäude. Die Unterstützung aus Hemsbach war nötig, weil die eigene Drehleiter aus Weinheim noch im anderen Einsatz gebunden war. Die Feuerwehr suchte das Wohngebäude ab und fand schnell die Ursache: In einer Wohnung war Essen angebrannt. Es gab keinen richtigen Brand. Die Retter lüfteten die Wohnung und setzten die Anlage wieder zurück.
Am frühen Abend folgte ein Einsatz in der Konrad-Adenauer-Straße. In einem Mehrfamilienhaus stand im Heizungskeller etwa zehn Zentimeter hoch das Wasser. Die Feuerwehrleute hörten zwar Wassergeräusche hinter einer verschlossenen Tür zu einem Technikraum, konnten die Quelle aber erst finden, als sie sich mit Spezialwerkzeug Zugang verschafften. Im Raum entdeckten sie eine kaputte Wasserleitung. Die Retter sperrten die Zufuhr ab und saugten das Wasser mit speziellen Geräten aus dem Keller. Danach übernahm der Haustechniker.
Den Abschluss des Tages bildete ein weiterer Fehlalarm am Abend. In der Fichtestraße hatte die Brandmeldeanlage in der ehemaligen Bachschule ausgelöst, die heute als Gemeinschaftsunterkunft genutzt wird. Auch hier gab es kein Feuer. In einem Bewohnerzimmer waren Kerzen angezündet worden, die den Rauchmelder auslösten. Die Feuerwehr kontrollierte den Bereich und übergab das Gebäude an den Betreiber.
Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.