Weingarten: Feuerwehr rettet seltene Unken vor dem Austrocknen
In Weingarten (Baden) hat die anhaltende Trockenheit dieses Sommers die Natur an ihre Grenzen gebracht. Besonders schlimm traf es die Gelbbauchunken. Diese kleinen Amphibien sind in Deutschland stark gefährdet. Da ihre natürlichen Lebensräume fast verschwunden sind, ist die Art auf künstliche Tümpel angewiesen, die die Gemeinde angelegt hat. Diese Gewässer dienen den Tieren als überlebenswichtige Sommerquartiere.
Normalerweise reicht es aus, wenn das Forstteam der Gemeinde die Tümpel ab und zu auffüllt. Doch in diesem Jahr war die Hitze so extrem, dass die Wasserlöcher wöchentlich befüllt werden mussten. Gleichzeitig mussten die Förster die jungen Waldbestände bewässern. Das Team schaffte die Arbeit allein zeitlich und personell nicht mehr.
In dieser Notlage half die Freiwillige Feuerwehr Weingarten. Die Einsatzkräfte übernahmen mehrfach das Auffüllen der Amphibientümpel. Damit verhinderten sie, dass die Gewässer komplett austrocknen und die geschützten Tiere sterben. Zusätzlich half die Feuerwehr dabei, vertrocknete Büsche und andere Pflanzen mit Wasser zu versorgen, um die empfindlichen Bestände zu retten.
Bürgermeister Eric Bänziger und die Försterin Elena Motschilnig besuchten die Aktion vor Ort. Die Försterin betonte, dass man das Austrocknen der Tümpel ohne die Unterstützung der Feuerwehr vermutlich nicht hätte verhindern können.
Ob die Wassermaßnahmen ausreichen, um alle Bestände sicher durch den Sommer zu bringen, bleibt abzuwarten. Die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Feuerwehr hat jedoch gezeigt, wie wichtig solche unbürokratischen Hilfen beim Naturschutz sind.