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Wehrheim: Wasserampel auf Rot und Grillverbot

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Wegen der extremen Trockenheit muss in Wehrheim massiv Trinkwasser gespart werden. Gleichzeitig warnt die Gemeinde vor einer hohen Waldbrandgefahr.

In Wehrheim (Hochtaunuskreis, Hessen) ist die Lage ernst: Die Wasserampel steht ab sofort auf Rot. Weil es kaum regnet und die Temperaturen hoch bleiben, ist der Trinkwasserverbrauch in der Region auf Spitzenwerte gestiegen. Um einen offiziellen Trinkwassernotstand zu verhindern, müssen alle Bewohner jetzt deutlich weniger Wasser verbrauchen.

Das bedeutet konkret: Private Pools dürfen nicht mehr mit Trinkwasser befüllt oder aufgefüllt werden. Wer seinen Garten wässern will, soll nur Regenwasser nehmen – der Rasen darf ruhig braun werden. Auch im Haus soll gespart werden, etwa durch die Spartaste an der Toilette. Das Reinigen von Autos, Terrassen oder Gebäuden mit Trinkwasser ist untersagt. Zudem dürfen Zisternen nicht nachgespeist werden und größere Mengen Wasser dürfen nicht entnommen werden, auch nicht über Standrohre.

Um ein Zeichen zu setzen, hat die Gemeinde bereits die drei Brunnen in der Wehrheimer Mitte, am alten Rathaus und vor dem Stadttor abgestellt, da diese mit Trinkwasser laufen. Auch die Beregnungsanlage auf der Sportanlage Oberloh ist aus. Der Bauhof nutzt nun ein Wasserfass mit einfachem Brunnenwasser, um wichtige Bäume und Neuanpflanzungen im Ort zu gießen.

Parallel dazu herrscht eine extrem hohe Waldbrandgefahr. Das hessische Ministerium hat die höchste Stufe ausgerufen. Deshalb sind die Grillplätze in Wehrheim, Obernhain, Pfaffenwiesbach und Friedrichsthal bis auf Weiteres gesperrt. Ein Picknick ist zwar erlaubt, aber offenes Feuer jeder Art ist verboten.

Die Behörden warnen eindringlich: Im Wald oder am Waldrand darf nicht geraucht werden und es dürfen keine Zigarettenkippen aus dem Auto geworfen werden. Auch weggeworfene Flaschen sind gefährlich, da Glasscherben wie ein Brennglas wirken und Feuer auslösen können. Autofahrer sollen nur auf offiziellen Parkplätzen halten, da heiße Auspuffrohre auf trockenem Gras Brände verursachen können. Zudem müssen die Zufahrten zu den Wäldern unbedingt frei bleiben, damit die Feuerwehr im Ernstfall schnell durchkommt.

Wer Rauch oder Feuer entdeckt, soll sofort die Notrufnummer 112 wählen. Wenn möglich, hilft die Angabe des nächsten Rettungspunktes, damit die Retter schneller am Ort sind. Wer ein kleines Feuer sicher selbst löschen kann, ohne sich in Gefahr zu bringen, wird dazu aufgerufen, dies zu tun.

Quelle: Wehrheim – zur Originalmeldung

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