Wehingen: Gewerbegebiet wird erweitert und Bauplatz verkauft
In der Gemeinderatssitzung vom 27. Juli 2026 in Wehingen (Landkreis Tuttlingen, Baden-Württemberg) standen mehrere Bauvorhaben auf der Agenda. Ein wichtiger Punkt war die Erweiterung des Gewerbegebiets „Am Landenbach“. Ein dort ansässiger Betrieb möchte wachsen und braucht mehr Platz. Deshalb soll der Bebauungsplan geändert werden. Geplant ist ein Gebiet, in dem Gebäude bis zu 15 Meter hoch sein dürfen. Der Gemeinderat hat dem Vorentwurf zugestimmt. Nun folgt die Beteiligung der Fachbehörden und der Bürger. Wenn alles glattläuft, soll Ende des Jahres der endgültige Beschluss fallen.
Auch bei den Grundstücken gab es Neuigkeiten. Ein Bauplatz „Am Sägewasen“ wird für 69 Euro pro Quadratmeter an eine junge Familie verkauft. Das Gremium stimmte dem Deal einstimmig zu. Andere landwirtschaftliche Flächen in den Bereichen „Unterm Tann“ und „Lindenäcker“ will die Gemeinde hingegen nicht kaufen. Da es sich dabei um geschützte Biotope handelt, wären sie für Naturschutz-Ausgleichsmaßnahmen nicht geeignet.
Ein ungewöhnlicher Fall landete bei der Friedhofskonzeption. Hinterbliebene beantragten, ein Doppelgrab komplett mit einer Steinplatte abzudecken. Eigentlich erlaubt die Satzung das nicht, da nur zwei Drittel der Fläche wasserundurchlässig sein dürfen. Da die Familie jedoch nicht mehr im Ort wohnt und die Pflege so extrem schwierig ist, machte der Gemeinderat eine Ausnahme und stimmte dem Antrag zu.
Zudem gibt es Neuigkeiten für die Bewohner: Die Erschließung des Gebiets „Hinter den Häusern“ wird wegen der aktuellen Geldlage im Haushalt erst einmal aufgeschoben. Positiv für die Gemeindekasse ist hingegen, dass Wehingen keine Zahlungen für den Schullastenausgleich an die Stadt Tuttlingen leisten muss, da zu wenige Schüler dort die Schulen besuchten.
Einige Alltagsprobleme sind noch in Arbeit. Die Beleuchtung am Fußweg unterhalb des Edekaparkplatzes ist noch nicht fertig. Auch die Stufen vor dem Kaufhaus Merkt sollen noch markiert werden, damit niemand stürzt. Ein Angebot der Firma wird bereits erwartet. Zudem bleiben die Einschränkungen bei der Gartenbewässerung vorerst bestehen, um Trinkwasser zu sparen. Hierzu gibt es weitere Gespräche mit dem Zweckverband Hohenberggruppe.
Quelle: Wehingen – zur Originalmeldung