Wasserschloss Dobitschen verfällt zusehends
In Dobitschen (Landkreis Altenburger Land, Thüringen) sorgt der Zustand des örtlichen Wasserschlosses für Unmut. Das Gebäude ist über 300 Jahre alt und ein wichtiges Einzeldenkmal. Bekannt ist das Schloss unter anderem dadurch, dass hier Johann Friedrich Agricola lebte, der bedeutende lexikographische Werke schuf.
Früher gehörte das Schloss zur Agrargenossenschaft Dobitschen. In dieser Zeit war das Gebäude ein lebendiger Ort: Es gab dort eine Pension und es wurden große Feste gefeiert. Ende der 90er Jahre wurde das Anwesen durch die Treuhand privatisiert und in private Hände übergeben.
Seit dieser Privatisierung geht es bergab. Das Baudenkmal verfällt zusehends. Zwar gab es einige Notsicherungen, die als Ersatzvornahme durchgeführt wurden, aber an einer dauerhaften Rettung des Gebäudes wurde nichts getan. Lokale Zeitungen wie die Osterländer Volkszeitung und die Ostthüringer Zeitung berichteten bereits über die düstere Zukunft des Schlosses und den Widerstand der Dorfbewohner.
Wie es mit dem historischen Gebäude weitergeht, bleibt unklar. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.
Quelle: Dobitschen – zur Originalmeldung