Wallendorf blickt auf Geschichte der Pfarrkirche zurück
Die Pfarrkirche St. Peter und Paul in Wallendorf (Rheinland-Pfalz) feierte im Jahr 1998 ihr 250-jähriges Bestehen. Das heutige Gebäude wurde im Jahr 1748 erbaut. Es ist ein schlichter Bau aus Bruchstein mit einem Westturm, der durch eine Schieferpyramide abgeschlossen wird. Im Inneren ist das Kirchenschiff knapp 20 Meter lang und 8 Meter breit.
Doch der Ort Wallendorf ist viel älter als die jetzige Kirche. Schon im Jahr 1136 wird der Ort in einer Urkunde erwähnt, damals hieß er noch Walcherestorf. Später, im Jahr 1277, tauchte dann erstmals der Name Wallendorf auf. Im 14. Jahrhundert gehörte der Ort zum Landkapitel Mersch.
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass die Gemeinde früher gewachsen ist. Im Jahr 1570 gab es etwa 150 gläubige Gemeindemitglieder, die zur Kommunion gingen. Im 18. Jahrhundert stieg diese Zahl deutlich an und erreichte im Jahr 1772 sogar 430 Menschen. Damals war Wallendorf ein stattliches Dorf. Es gab sogar Weinreben, was auf das milde Klima in der Region hindeutet.
Besonders wertvoll ist die Ausstattung der Kirche. Der große Hochaltar aus Holz war ein Geschenk des luxemburgischen Rates Ignaz von Feltz und seiner Frau Maria Elisabeth von Mayen, die das Patronat der Kirche bereits 1744 übernommen hatten. Auf der Spitze des Altars ist noch heute das Ehewappen des Paares zu sehen.
Ein trauriges Detail gibt es bei der Gestaltung: In der Mittelnische des Altars ist heute die Himmelfahrt Mariens zu sehen, die erst um 1940 entstand. Zuvor stand dort eine Herz-Jesu-Figur. Diese wurde zur Sicherheit ins Pfarrhaus gebracht, verbrannte dort jedoch, als das Haus im Krieg zerstört wurde.
Neben dem Hauptaltar gibt es zwei Seitenaltäre. Einer ist der Mutter Gottes gewidmet, der andere der heiligen Barbara, der die Kirche an zweiter Stelle geweiht ist.
Quelle: Wallendorf – zur Originalmeldung