Waldeck-Frankenberg regelt Notarzt-Versorgung für die Zukunft
Wer im Notfall die 112 wählt, muss sich in Zukunft auf ein festes System verlassen können. Deshalb haben der Landkreis Waldeck-Frankenberg (Nordhessen) und das Klinikum Waldeck-Frankenberg (KWF) einen Vertrag geschlossen. Ab dem Jahr 2027 übernimmt das Klinikum die komplette notärztliche Versorgung im Rettungsdienstbereich des Landkreises.
Bisher lief die Organisation unterschiedlich ab. Im Bereich Korbach stellte das alte Stadtkrankenhaus die Notärzte. In Frankenberg kümmerte sich eine einzelne Notärztin um die Organisation und Sicherstellung des Dienstes. Da das Stadtkrankenhaus Korbach und das Kreiskrankenhaus Frankenberg zum gemeinsamen Klinikum Waldeck-Frankenberg fusioniert sind, wird nun auch die Notfallhilfe vereinheitlicht.
Das bedeutet für die Menschen in der Region: An 365 Tagen im Jahr und rund um die Uhr stehen qualifizierte Ärzte bereit. Egal ob mitten in der Nacht, an einem Feiertag oder am Wochenende – die Hilfe soll jederzeit erreichbar sein. Das Klinikum nutzt dafür einen Pool aus Fachärzten, die speziell für die Notfallmedizin ausgebildet sind. Damit weitere Mediziner diese Qualifikationen bekommen, laufen derzeit entsprechende Schulungen.
Der Vertrag regelt zudem die Details im Hintergrund. So wird genau festgelegt, wie die Ärzte mit der Leitstelle des Landkreises zusammenarbeiten, damit die Einsätze schnell koordiniert werden. Auch regelmäßige Fortbildungen sind Teil der Abmachung, um die Qualität der Hilfe hochzuhalten.
Die Fusion der beiden Krankenhäuser in Korbach und Frankenberg erfolgte rückwirkend zum 1. Januar 2026. Mit der neuen Regelung für die Notärzte will der Landkreis eine langfristige und wohnortnahe Versorgung sichern. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.