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Waldbronn setzt Stadtjäger gegen Waschbären und Marder ein

Copyright und Urheber siehe Waldbronn

In Waldbronn gibt es Unterstützung bei Problemen mit Wildtieren im Ort. Der Stadtjäger Benjamin Gut hilft Bewohnern, wenn Tiere wie Marder oder Waschbären zum Problem werden.

Seit einem Beschluss des Gemeinderats im September 2023 ist Benjamin Gut in Waldbronn (Landkreis Karlsruhe, Baden-Württemberg) offiziell als Stadtjäger im Einsatz. Er darf deshalb auch innerhalb des Ortes jagen. Dabei geht es nicht darum, wahllos zu schießen. Er kommt nur gezielt zum Einsatz, wenn er gerufen wird, oder berät die Menschen vor Ort.

Ein Stadtjäger braucht eine spezielle Ausbildung. Er darf nur bestimmte Tiere jagen, was im Jagd- und Wildtiermanagementgesetz genau festgelegt ist. Dazu zählen zum Beispiel Füchse, Marder, Raben, Krähen, Wildtauben, Nutrias oder Waschbären. Wenn es sich um Tiere handelt, die unter Naturschutz stehen, darf er nicht eingreifen. In solchen Fällen muss die Naturschutzbehörde beim Regierungspräsidium informiert werden.

Besonders Waschbären gibt es in Waldbronn immer häufiger. Im letzten Jagdjahr hat Benjamin Gut fünf Waschbären und eine Nutria erlegt. Ein großes Problem ist laut dem Jäger, dass viele Menschen Wildtiere füttern und sie so erst recht anlocken. Er rät deshalb dringend dazu, kein Haustierfutter im Freien zu verteilen.

Oft geht es um Marder, die unter dem Dach wohnen. Benjamin Gut ist bei seinen Einsätzen an einer gelben Warnweste mit der Aufschrift „Stadtjagd“ zu erkennen. Er versucht zuerst, das Problem ohne Waffe zu lösen. Er berät die Leute oder gibt Tipps am Telefon. Wenn Marder im Dachboden wohnen, ist Eile oft nicht möglich – besonders im Frühjahr, wenn die Jungen noch klein sind.

Wer Hilfe braucht, kann die Gemeinde unter den Telefonnummern 07243-609-280 oder 07243-609-370 anrufen. Außerhalb der Sprechzeiten kann man sich an die Polizei wenden, die den Kontakt dann herstellt. Die Arbeit ist kein Ehrenamt. Der Stadtjäger arbeitet auf Honorarbasis, und die Kosten muss der Auftraggeber selbst bezahlen. Wenn zum Beispiel Fallen aufgestellt werden müssen, kann ein Einsatz mehrere hundert Euro kosten.

Quelle: Waldbronn – zur Originalmeldung

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