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Waldbronn: Ärger über Parkplätze und Hitze in Schulen

Im Gemeinderat von Waldbronn flogen die Fetzen: Bürger beschweren sich über fehlende Parkplätze, Personalnot in der Kita und Lärm am Rathausmarkt.

In der letzten Gemeinderatssitzung am 22. Juli 2026 in Waldbronn (Landkreis Karlsruhe, Baden-Württemberg) gab es viel Zündstoff in der Fragestunde. Besonders die Anwohner aus Etzenrot waren sauer. In den Straßen Esternay, Vogesen, Kraichgau und Altfeld gibt es laut Kritik der Bürger viel zu wenige Parkplätze. Viele weichen deshalb auf private Einfahrten aus, was zu neuem Streit führt. Die Verwaltung erklärte, dass das Ganze Teil eines Mobilitätskonzepts von 2018 ist, damit Feuerwehr und Müllabfuhr besser durchkommen. In der Kirchstraße gibt es noch keine Lösung, weshalb nun ein Fachplaner kommen soll. Die Stadt will die Situation vor Ort noch einmal prüfen und überlegt, beim Alten Rathaus zeitlich begrenzte Parkregeln einzuführen.

Ein weiteres großes Thema war die Hitze in Schulen und Kindergärten. Eine Initiative überreichte Bürgermeister Christian Stalf eine Liste mit 550 Unterschriften. Die Eltern fordern bauliche Maßnahmen, damit die Kinder an heißen Tagen nicht im Schwitzkasten sitzen. Kurzfristig sollen Ventilatoren und spezielle Folien an den Fenstern helfen. Im Herbst soll ein runder Tisch mit Eltern und Verwaltung folgen, um dauerhafte Lösungen zu finden. Der Gemeinderat hat zudem beschlossen, ein komplettes Hitzeschutzkonzept für alle Gemeindebauten zu erstellen. Bis Anfang 2027 soll ein Plan mit Kosten und Prioritäten auf dem Tisch liegen.

Auch bei den „Waldklecksen“ brennt es. Ein Vater beschwerte sich über zu kurze Betreuungszeiten und ständige Personalwechsel, was vor allem für die Kinder bei der Eingewöhnung schwierig sei. Die Gemeinde arbeitet mit dem Träger „Impuls“ an einer Lösung, betonte aber, dass die Personalsuche eigentlich Sache des Trägers ist.

Am Rathausmarkt und in der Talstraße fühlen sich Anwohner gestört. Es gibt dort oft Lärm, Leute trinken Alkohol oder rasen mit ihren Autos. Auch das Thema Lachgas wurde angesprochen. Bürgermeister Stalf riet den Bürgern, bei akuten Vorfällen sofort die Polizei zu rufen, da die Gemeinde hier nur begrenzt eingreifen kann. Das Ordnungsamt war wegen des Lachgas-Konsums aber bereits aktiv.

Neben dem Ärger gab es auch gute Nachrichten für die Stadtkasse. Durch die Gewerbesteuer fließen voraussichtlich rund 10,6 Millionen Euro in die Kasse – das sind fast sieben Millionen Euro mehr als geplant. Das rettet den Haushalt für 2026 vor einem riesigen Loch. Allerdings warnte der Kämmerer, dass dieser Effekt nicht dauerhaft sein muss und ein Teil des Geldes später wieder über die Kreisumlage wegfällt.

Zusätzlich stieg die Abwassergebühr. Für das Jahr 2026 kostet der Kubikmeter Schmutzwasser rückwirkend 1,88 Euro, ab 2027 steigt der Preis auf 2,19 Euro. Auch die Niederschlagswassergebühr geht hoch: von 0,48 Euro (2026) auf 0,59 Euro (2027) pro Quadratmeter.

Quelle: Waldbronn – zur Originalmeldung

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