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Waldbrand im Hürtgenwald: Bergische Feuerwehrleute im Dauereinsatz

Über 100 Einsatzkräfte aus Solingen, Remscheid und Wuppertal kämpften gegen ein riesiges Feuer im Hürtgenwald. Besonders gefährlich: Alte Munition im Boden

Im Hürtgenwald (Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen) wütete ein gewaltiger Waldbrand, der mehrere hundert Hektar Land vernichtete. Die Lage war so ernst, dass zeitweise mehr als 1.000 Einsatzkräfte und zahlreiche Hubschrauber im Einsatz waren. In der Nacht zum Samstag wurde dann auch die sogenannte Bereitschaft 5 angefordert. Das ist eine Spezialeinheit für die Hilfe überregional. Insgesamt 121 Leute aus Solingen, Remscheid und Wuppertal rückten in den frühen Morgenstunden aus.

Die Bergischen Kräfte übernahmen einen eigenen Abschnitt im Bereich Großhau. Dort war die Arbeit extrem schwierig. Der Wald ist schwer zugänglich, aber das größte Problem war die Geschichte des Ortes: Im Zweiten Weltkrieg gab es dort schwere Kämpfe. Im Boden liegt bis heute Munition. Während des Brandes knallte es deshalb immer wieder, als alte Kampfmittel detonierten. Die Feuerwehrleute konnten deshalb nicht einfach zu Fuß in den Wald gehen, sondern mussten auf befahrbaren Wegen bleiben.

Um das Feuer in den Griff zu bekommen, halfen viele Landwirte aus der Region und von weiter weg. Sie fuhren mit ihren Traktoren und großen Wasserbehältern herbei, um die Löschfahrzeuge mit Wasser zu versorgen. Auch Firmen unterstützten die Retter mit schwerem Gerät. Tagsüber halfen Hubschrauber aus der Luft, nachts kamen Drohnen zum Einsatz. Die Drohnen suchten nach Glutnestern, die man vom Boden aus nicht sehen konnte. Sobald eine Stelle gefunden wurde, fuhren drei Tanklöschfahrzeuge der Bereitschaft 5 hin und löschten die Reste ab.

Eigentlich sollten die Einsatzkräfte nur für zwölf Stunden ausrücken. Doch die Lage vor Ort war so schlimm, dass die Zeit auf 24 Stunden verlängert wurde. Damit die Leute ausruhen konnten, richtete man in einem Gemeindehaus in Großhau Schlafplätze mit Feldbetten ein. Die Menschen vor Ort halfen mit Essen und Getränken.

Am Sonntagmorgen konnten die ersten Teams die Rückreise antreten. Bis zum Mittag waren dann auch die letzten Fahrzeuge wieder zurück im Bergischen Städtedreieck. Die Ermittlungen zur genauen Brandursache dauern an.

Quelle: Feuerwehr Solingen – zur Originalmeldung

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