Waffenhandel im Ruhrgebiet: Spezialeinheit nimmt sechs Männer fest
Die Polizei und die Staatsanwaltschaft Bochum hatten die Männer bereits seit Monaten im Blick. Am Donnerstag gegen 14:15 Uhr war es dann soweit: Eine Spezialeinheit schlug auf einem Parkplatz in Herne (Nordrhein-Westfalen) zu. Dort wurden vier Männer direkt festgenommen. Bei der Durchsuchung eines Autos fanden die Beamten fünf scharfe Schusswaffen und ein Magazin für ein Sturmgewehr. Einer der Festgenommenen wurde bei dem Einsatz leicht verletzt.
Doch die Polizei hörte nicht auf. Kurz darauf starteten die Ermittler eine große Jagd in mehreren Städten. Insgesamt acht Durchsuchungsbeschlüsse wurden vollstreckt. Die Beamten suchten Wohnungen und ein Café in Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen), Gelsenkirchen, Paderborn, Düsseldorf, Dortmund, Lünen und Herne ab. In Gelsenkirchen und Herne kamen erneut Spezialeinsatzkräfte zum Einsatz.
Insgesamt sechs Männer wurden festgenommen. Es sind ein 44-Jähriger aus Paderborn, ein 23-Jähriger aus Herne, ein 43-Jähriger ohne festen Wohnsitz, ein 41-Jähriger aus Lünen, ein 36-Jähriger aus Düsseldorf und ein 45-Jähriger aus Recklinghausen. Bei den Razzien fanden die Polizisten neben den Waffen noch Munition, Handys und Drogen, die sie alle mitnahmen.
Am vergangenen Freitag wurden der Mann aus Recklinghausen sowie die Verdächtigen aus Paderborn, Herne und Düsseldorf einem Haftrichter am Amtsgericht Bochum vorgeführt. Die vier Männer sitzen nun in Untersuchungshaft. Den Männern wird illegaler Waffenhandel vorgeworfen.
Die Ermittlungen dauern an. Ob und inwieweit sich alle Beteiligten strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Quelle: Polizeipräsidium Recklinghausen – zur Originalmeldung