Wadern fordert Antworten von Kassenärztlicher Vereinigung
In Wadern (Landkreis Merzig-Wadern, Saarland) sorgt eine Entscheidung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Saarland für Unmut. Die KV hat sich geweigert, den sogenannten „Letter of Intent“ zur Nordsaarlandklinik zu unterschreiben. Damit ist ein Plan, der gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium, Krankenkassen und anderen Partneren entwickelt wurde, erst einmal gestoppt.
Die Stadt Wadern und die Bürgerinitiative Nordsaarlandklinik lassen das nicht einfach so stehen. Sie haben einen detaillierten Fragenkatalog an die KV geschickt. In diesem sogenannten Transparenzpapier wollen sie genau wissen, warum die Vereinigung das Modellprojekt abgelehnt hat. Es geht unter anderem darum, welche finanziellen Folgen eine Unterschrift gehabt hätte und welche organisatorischen Bedenken die KV genau hatte.
Besonders wichtig ist für die Stadt die Frage, wie die ärztliche Versorgung im Hochwald in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren gesichert werden soll. Viele Hausärzte stehen laut Stadtverwaltung kurz vor dem Ruhestand, und es ist schwierig, neue Ärzte für die Region zu gewinnen. Viele Menschen berichten zudem, dass sie kaum noch Termine bekommen oder lange warten müssen.
Um eine fachliche Meinung einzuholen, hat die Stadt das Schreiben auch an den Saarländischen Hausärztinnen- und Hausärzteverband sowie an die Ärzte der Region geschickt. Die Stadt Wadern ist zwar nicht direkt für die medizinische Versorgung zuständig, sieht es aber als ihre Pflicht, Lösungen einzufordern.
Das Gesundheitsministerium in Saarbrücken sowie die Bürgerinitiative, die sich bereits seit neun Jahren ehrenamtlich engagiert, halten an dem Ziel einer modernen Versorgung fest. Die Stadt bezeichnet die Entscheidung der KV als Rückschlag, will aber nicht aufgeben. Das vollständige Fragenpapier kann auf der Internetseite der Stadt heruntergeladen werden.
Quelle: Wadern – zur Originalmeldung