Wachau: Spendenaufruf für das Dach von Schloss Seifersdorf
Am Nordteil von Schloss Seifersdorf (Gemeinde Wachau, Sachsen) steht bereits seit August 2020 ein Gerüst. Es geht darum, die Schäden am Dach zu beheben. Nachdem die Frage mit den dort lebenden Fledermäusen geklärt wurde, starten die Bauarbeiten nun in den nächsten Tagen. Wer im Schlosspark nördlich vom Gebäude unterwegs ist, muss mit Einschränkungen rechnen.
Für den ersten Bauabschnitt ist die Finanzierung gesichert. Der Bund steuert 250.000 Euro bei, zudem helfen der Freistaat Sachsen, die Gemeinde Wachau und der Förderverein Seifersdorfer Schloss e.V. Letzterer konnte durch eine Spendenaktion bereits 4.000 Euro für den Eigenanteil der Gemeinde sammeln.
Das Problem ist: Für den zweiten und dritten Bauabschnitt fehlt noch das Geld. Deshalb ruft der Förderverein jetzt zu einer neuen Aktion auf. Bürger können symbolisch eine Ziegelpatenschaft übernehmen. Die Pakete reichen von einer einfachen Patenschaft für 9,90 Euro bis hin zum Premium-Paket ab 1.000 Euro. Wer viel spendet, bekommt unter anderem einen beschrifteten Dachziegel und Einladungen zu Konzerten im Schloss. Spenden können auf das Konto des Fördervereins (IBAN: DE74 8509 5004 7283 0310 09) mit dem Betreff "Schlossdach Seifersdorf 2. / 3. Bauabschnitt" überwiesen werden.
Neben dem Dach gibt es weitere Pläne für das Schloss. Die Gemeinde hat beim SIMUL+-Wettbewerb ein Preisgeld von 200.000 Euro gewonnen. Damit soll ein multimediales Museum zur Brühlschen Geschichte und ein Besucherzentrum im ersten Obergeschoss entstehen. Auch ein zweiter Fluchtweg, besserer Brandschutz und neue Toiletten im Keller gehören zum Plan.
Ein Teil davon ist bereits fast fertig: Die 50 Jahre alten Kellertoiletten wurden im Herbst 2020 von Freiwilligen und Vereinen aus dem Dorf herausgerissen. Fachfirmen arbeiten seit November an der Fertigstellung, sodass die neuen WCs voraussichtlich ab April 2021 genutzt werden können. Da dieses Projekt durch das Preisgeld finanziert wurde, kostet es die Gemeindekasse keinen Cent.
Für das geplante Museum möchte der Förderverein die Menschen vor Ort einbinden. Es gibt einen Fragebogen, in den Bürger eigene Gedichte, Bilder oder Musikvorschläge eintragen können, die später im Museum gezeigt werden sollen.
Quelle: Wachau – zur Originalmeldung