Vulkaneifel: Neues Shamonda-Virus bei Rindern nachgewiesen
In mehreren Ländern, darunter Frankreich, der Schweiz und Deutschland, ist ein neues Virus aufgetaucht: das sogenannte Shamonda-Virus. Nun gibt es auch im Landkreis Vulkaneifel (Rheinland-Pfalz) bestätigte Fälle bei Rindern. In ganz Rheinland-Pfalz wurde das Virus zudem bereits bei einem Pferd nachgewiesen.
Das Virus breitet sich seit Juni aus und ist eng verwandt mit dem Schmallenberg-Virus. Übertragen wird es vermutlich durch Insekten, vor allem durch Gnitzen. Eine direkte Ansteckung von Tier zu Tier scheint nicht möglich zu sein. Gefährlich ist jedoch, dass ein trächtiges Muttertier das Virus auf den Fötus übertragen kann.
Bei Rindern zeigt sich die Krankheit durch hohes Fieber, Durchfall und Fressunlust. Zudem sinkt die Milchmenge deutlich. Pferde hingegen zeigen neurologische Symptome. Da es bisher keinen Impfstoff gibt, können Tierärzte die Tiere nur symptomatisch behandeln. Das Virus gilt momentan nicht als bekämpfungspflichtige Tierseuche.
Für Menschen besteht nach aktuellem Stand kein Risiko, so das Friedrich-Löffler-Institut. Dennoch raten die Behörden zu Vorsicht. Da Gnitzen auch die Blauzungenkrankheit und das Schmallenberg-Virus übertragen, ist ein konsequenter Mückenschutz wichtig. Tierhalter sollten ihre Tiere regelmäßig behandeln und auf ein gutes Management im Stall und auf der Weide achten.
Das Veterinäramt Vulkaneifel beobachtet die Lage genau, da über das Virus noch wenig bekannt ist. Tierhalter werden gebeten, ihre Bestände genau zu prüfen. Wenn Tiere krank werden, soll sofort der betreuende Tierarzt informiert werden. Bei Fragen hilft das Veterinäramt weiter.