Vogelsbergkreis: Feuerwehr übt Rettung am Rettungszug
Wenn es in den Tunneln einer Schnellbahnstrecke kracht oder brennt, zählt jede Minute. Damit die Retter im Ernstfall wissen, was zu tun ist, haben 27 Feuerwehrleute aus dem Vogelsbergkreis (Hessen) eine spezielle Fortbildung absolviert. Die Teilnehmer kamen hauptsächlich aus den Gemeinden Schlitz, Wartenberg, Ulrichstein und Lauterbach.
Die Ausbildung fand auf dem Gelände des DB-InfraGo-Ausbesserungswerks in Fulda statt. Die Feuerwehrleute fungieren dort als sogenannte Portalfeuerwehren. Das bedeutet, sie übernehmen bei Zugunglücken oder Bränden eine ganz wichtige Rolle. Zuerst gab es einen Theorieblock, in dem erklärt wurde, welche Aufgaben die Einsatzkräfte haben und wie der Rettungszug der Deutschen Bahn funktioniert. Auch Kreisbrandinspektor Marcell Büttner war dabei und betonte, dass das Seminar restlos ausgebucht war.
Der schwierigste Teil war die Praxis. Die Einsatzkräfte übten, wie man Verletzte transportiert und Ladehilfen richtig benutzt. Dabei hatten die Feuerwehrleute mit extremen Temperaturen zu kämpfen. Es waren rund 38 Grad Celsius heiß, was die körperliche Arbeit sehr anstrengend machte. Die Retter waren froh, wenn sie in die klimatisierten Bereiche des Rettungszuges kamen. Doch auch dort wurde es nicht leichter, da sie Tragen durch die engen Gänge manövrieren mussten.
Die Fortbildung wurde vom Kreisfeuerwehrverband Fulda zusammen mit der Deutschen Bahn organisiert. Dass die Leute aus dem Vogelsbergkreis teilnehmen konnten, liegt an der Zusammenarbeit zwischen den Landkreisen. Kreisbrandmeister Andreas Leinweber hatte den Kurs erstmals in den Plan aufgenommen. Drei Ausbilder aus Fulda und ein Gerätewart der DB InfraGo leiteten die Übungen. Leinweber bedankte sich am Ende des Tages bei den Kollegen aus der Nachbarschaft und dem Fuldaer Kreisbrandinspektor Adrian Vogler, der die Kooperation ermöglicht hatte.