Vaihingen an der Enz startet Bauarbeiten für Gartenschau
In Vaihingen an der Enz (Baden-Württemberg) haben die Bagger begonnen. Am 24. August 2026 starteten die Arbeiten auf dem Enßle-Areal. Das ist das Signal für die gesamte Bürgergartenschau „Vaihingen ENZückt“, die im Jahr 2029 stattfinden soll. Viele Bürger und Prominente aus der Region schauten beim Baustart zu.
Das Projekt beendet einen zehn Jahre langen Streit in der Stadt. Früher wollte die Verwaltung auf dem Gelände einen großen Wohn- und Geschäftskomplex bauen. Das wollten viele Menschen nicht, weil dafür historische Gärten in den Köpfwiesen hätten weichen müssen. Im Jahr 2018 gab es dazu einen Bürgerentscheid. Damals stimmten 4823 Leute mit „Ja“ gegen den Neubau, während 3575 mit „Nein“ stimmten. Die Beteiligung lag bei 37,19 Prozent.
Jetzt gibt es einen Plan, mit dem fast alle zufrieden sind. Das alte Enßle-Gebäude aus den 1930er-Jahren wird komplett abgerissen. Die Planer sehen darin eine „Bausünde“, die nicht erhalten werden muss. Durch den Abriss entstehen 3000 Quadratmeter freie Fläche. Dort kommen nun Grünflächen, neue Wege und eine Sonnenwiese hin. Die historischen Bürgergärten bleiben erhalten und werden sogar für alle Bürger zugänglich gemacht. Ein Fußweg führt die Besucher von dort über eine kleine Brücke zum Gartenschaugelände auf dem Häcker-Areal.
Auch für die Freizeitgestaltung ist gesorgt: Beim historischen Pferdestall entsteht ein Bereich für Gastronomie, Cafés und Biergärten. Für Kinder gibt es eine neue Spielzone, die an das alte Gerberhandwerk erinnert. Die Parkplätze, die bisher da waren, fallen nicht weg, sondern werden in Richtung Mühlkanal verlegt.
Oberbürgermeister Uwe Skrzypek erklärte beim Baustart, dass die Stadt diese Entwicklung ohne die Förderung der Gartenschau nicht bezahlen könnte. Mehr als die Hälfte der Kosten wird gefördert. Ziel ist es, die Stadt attraktiver zu machen und die Enz für die Menschen wieder erlebbar zu machen.