Vacha: Straße nach Schulbus-Unfall endlich ausgebaut
Es passierte am 9. November 2017 in Willmanns (Wartburgkreis, Thüringen): Ein Schulbus hatte einen Unfall. Dieses Ereignis schockierte die Menschen vor Ort und wurde zum Startschuss für einen jahrelangen Kampf um mehr Sicherheit auf der Straße.
Die Bürger ließen nicht locker. Sie starteten eine Petition, für die insgesamt 1.755 Menschen unterschrieben. Die Liste wurde damals im Thüringer Landtag an die Infrastrukturministerin übergeben. Die Forderung war klar: Die Strecke muss sicherer werden, damit so etwas nicht noch einmal passiert.
Nach langem Hin und Her und einer Zusage aus dem Jahr 2021 sind die Arbeiten nun erledigt. Die Kreisstraße K 513 zwischen Willmanns und Völkershausen wurde grundhaft ausgebaut und am 30. Juni 2026 offiziell wieder für den Verkehr freigegeben. Insgesamt wurden rund 1,4 Kilometer Straße saniert.
Das Projekt war teuer und aufwendig. Die Kosten beliefen sich auf etwa 1,4 Millionen Euro. Ein Großteil davon wurde vom Land gefördert. Die Bauarbeiter mussten rund 9.000 Kubikmeter Erde bewegen und eine 450 Meter lange Wand aus Steinkörben (Gabionen) bauen, um den Hang zu sichern. Die Straße ist jetzt 5,50 Meter breit und hat eine befahrbare Bordrinne.
Auch an die Umwelt wurde gedacht. Im Zuge der Arbeiten wurden 40 Bäume, 180 Heister und fast 200 Sträucher gepflanzt. Für die Anwohner bedeutet das Ergebnis vor allem eines: Der Schulweg nach Oechsen ist jetzt sicher und es gibt eine gute Alternative zur Bundesstraße 62.
Ein Teil der Strecke ist allerdings noch nicht fertig. Während der Abschnitt bis zum Kreisverkehr bei Vacha nun steht, muss die Strecke zwischen Oechsen und der Reismühle noch ausgebaut werden. Das liegt in der Verantwortung der Gemeinde Oechsen und soll in einem weiteren Schritt erledigt werden.
Quelle: Martinroda – zur Originalmeldung