Vacha: Neue Straße nach Schulbus-Unfall fertig
Die Autofahrer zwischen Willmanns und Völkershausen (Wartburgkreis, Thüringen) können seit dem 30. Juni 2026 wieder normal fahren. Die Kreisstraße K 513 wurde grundlegend saniert und ist nun offiziell freigegeben. Insgesamt war ein etwa 1,4 Kilometer langer Abschnitt betroffen.
Der Grund für den Ausbau war ein Unfall, der sich am 9. November 2017 in Willmanns ereignet hatte. Damals war ein Schulbus verunglückt. Das Ereignis löste eine große Welle der Empörung aus. Die Menschen vor Ort wollten die Verkehrssicherheit auf der Strecke verbessern und starteten eine Petition. Insgesamt unterschrieben 1.755 Menschen das Dokument, das dann im Thüringer Landtag übergeben wurde.
Es dauerte Jahre, bis aus dem öffentlichen Druck echte Taten wurden. Im Jahr 2021 gab es schließlich die verbindliche Zusage für den Ausbau. Die Arbeiten begannen im Mai 2025 und kosteten rund 1,4 Millionen Euro. Davon übernahm der Freistaat Thüringen über ein Förderprogramm den Großteil der Kosten.
Die Straße wurde in zwei Abschnitten erneuert. Zuerst wurde die Strecke zwischen Willmanns und der Zufahrt zum Steinbruch am Dietrichsberg verbreitert und durch Wände aus Steinkörben gesichert. Im zweiten Teil, bis nach Völkershausen, wurde die Fahrbahn komplett neu asphaltiert und die Entwässerung am Straßenrand repariert. Die neue Fahrbahn ist nun 5,50 Meter breit.
Um die Natur zu berücksichtigen, wurden im Zuge der Bauarbeiten viele neue Pflanzen gesetzt. Insgesamt kamen 40 Bäume, 180 Heister und 195 Sträucher in die Erde.
Ein Teil der Strecke ist noch nicht fertig. Der Abschnitt zwischen Oechsen und der Reismühle liegt in der Verantwortung der Gemeinde Oechsen. Dort soll der Ausbau in einem weiteren Schritt erfolgen.
Quelle: Martinroda – zur Originalmeldung