Usingen: Wasserampel auf Rot wegen Trockenheit
Es ist zu warm und zu trocken geblieben. Weil es kaum regnet, steigen die Werte beim Trinkwasserverbrauch im Hochtaunuskreis massiv an. Deshalb hat der Wasserbeschaffungsverband Usingen (Hochtaunuskreis, Hessen) am 12. August 2026 die sogenannte Wasserampel auf Rot gestellt. Das betrifft die Gemeinden Usingen, Neu-Anspach und Wehrheim.
Damit die Versorgung für alle sicher bleibt und nicht im schlimmsten Fall ein Trinkwassernotstand ausgerufen werden muss, gibt es ab sofort feste Regeln. Private Pools dürfen nicht mehr mit Trinkwasser gefüllt oder aufgefüllt werden. Wer baden will, soll stattdessen die öffentlichen Freibäder nutzen.
Auch im Garten ist nun Sparsamkeit gefragt. Für die Pflanzen soll nur noch Regenwasser genutzt werden. Die Verantwortlichen sagen deutlich: Der Rasen darf ruhig braun werden, er wird später wieder grün.
Im Haus kann jeder mithelfen. Man kann zum Beispiel die Spartaste an der Toilette benutzen oder das Wasser vom Gemüsewaschen auffangen, um damit die Blumen zu gießen. Das Reinigen von Autos, Gebäuden oder Terrassen mit Trinkwasser ist ab sofort verboten. Auch Zisternen dürfen nicht mehr mit Leitungswasser nachgefüllt werden. Die Entnahme von großen Mengen Wasser, etwa über Standrohre, ist untersagt.
Die Kommunen achten selbst darauf: Neuanpflanzungen auf städtischen Flächen werden nur noch mit Brauchwasser gegossen. Wenn die Verbrauchswerte trotzdem weiterhin so hoch bleiben, behält sich der Wasserbeschaffungsverband vor, einen offiziellen Trinkwassernotstand auszurufen.
Quelle: Usingen – zur Originalmeldung