Unwetter in Karlsruhe: Aufräumarbeiten dauern bis Dienstag an
Das heftige Unwetter am Donnerstagabend hat in Karlsruhe (Baden-Württemberg) schwere Schäden angerichtet. Überall in der Stadt liegen umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste. Die Feuerwehr, das Gartenbauamt und das Forstamt sind seitdem im Dauereinsatz. Feuerwehrkommandant Florian Geldner rechnet damit, dass die Aufräumarbeiten noch bis Dienstag dauern werden.
Die Nacht war für die Retter extrem hart. Die Leitstelle registrierte bis zum frühen Morgen insgesamt 283 Einsätze. Das war eine außergewöhnliche Lage, denn die Kräfte waren ohnehin schon erschöpft: Zuvor gab es am selben Tag bereits einen Großbrand im Rheinhafen. Neben der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr halfen auch das Technische Hilfswerth (THW) und der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) mit. Sogar die Stadt Rheinstetten schickte ein zusätzliches Drehleiterfahrzeug zur Unterstützung nach Karlsruhe.
Besonders schlimm getroffen hat es den Hardtwald und die Auenwälder. Erste Bürgermeisterin Bettina Lisbach warnt deshalb eindringlich: Wälder und Spielplätze mit Bäumen dürfen aktuell nicht betreten werden. Es besteht die Gefahr, dass weitere Äste aus den Kronen stürzen und Menschen verletzen.
Die Feuerwehr kann nicht alles sofort wegräumen. Es gibt eine Prioritätenliste, bei der die Sicherheit der Menschen an erster Stelle steht. Wer kleinere Äste selbst beiseiteschieben kann, darf das tun, sofern es nicht gefährlich ist. Zudem erinnert die Stadtverwaltung an die Reinigungspflicht: Grundstückseigentümer müssen die Gehwege vor ihrem Haus selbst von Laub und Ästen befreien.
Ob und wie hoch der Gesamtschaden ausfällt, ist derzeit noch nicht bekannt. Die Aufräumarbeiten dauern an.
Quelle: Karlsruhe – zur Originalmeldung