Zum Inhalt springen
newssofort.de

Unterföhring prüft Regress wegen Verspätung am Föhringer Ring

Die Gemeinde will prüfen, ob sie Geld zurückbekommt, weil der Ausbau des Föhringer Rings massiv hinter dem Zeitplan liegt. Zudem gibt es Neuigkeiten zu einem Bürgerbudget und mehr Radwegen.

Beim Ausbau des Föhringer Rings (Landkreis München, Bayern) gibt es Ärger über die Dauer der Bauarbeiten. Eigentlich sollte die vierspurige Straße bis 2025 fertig sein. Jetzt sieht es aber so aus, dass die Baustelle erst 2031 geschlossen wird. Bürgermeister Florian Klietsch teilte in der Gemeinderatssitzung am 16. Juli mit, dass die Gemeinde deshalb juristisch prüft, ob sie einen Regressanspruch hat. Unterföhring und die Stadt München hatten sich mit jeweils 5 Millionen Euro an den Kosten beteiligt.

Ein neues Projekt soll die Menschen in der Gemeinde mehr einbeziehen: Der Gemeinderat hat ein sogenanntes Bürgerbudget beschlossen. Das bedeutet, dass die Bewohner künftig eigene Ideen für Projekte einreichen können, die allen zugutekommen. Die Verwaltung prüft dann, ob die Vorschläge rechtlich machbar sind, und anschließend stimmen die Bürger darüber ab. Für die Umsetzung gibt es alle zwei Jahre 200.000 Euro. Nach vier Jahren wird entschieden, ob das Ganze weiterläuft.

Auch für den Verkehr gibt es Pläne. Die Gemeinde will, dass mehr Menschen das Rad nutzen. Bisher machten Fahrräder im Jahr 2025 etwa 14 Prozent des innerörtlichen Verkehrs aus. Bis 2032 soll dieser Wert auf 19 Prozent steigen. Dafür sollen die Infrastruktur, der Service und die Informationen verbessert werden. Zusätzlich prüft Bürgermeister Klietsch, ob Unterföhring einem Verband zur Verkehrsüberwachung beitreten soll. Grund sind Hinweise aus der Bevölkerung, dass viele Autofahrer im Ort zu schnell fahren.

Um die Hitze in der Gemeinde zu lindern, könnten bald kleine Wälder entstehen. Der Gemeinderat will prüfen, wo sogenannte „Mini-Wäldchen“ auf Flächen ab 60 Quadratmetern gepflanzt werden können. Dabei soll eine spezielle Methode nach Miyawaki genutzt werden, damit die Bäume schnell wachsen.

Bei der Freiwilligen Feuerwehr gibt es eine organisatorische Änderung. Der Gemeinderat erlaubt es dem Kommandanten Dr. Michael Spitzweg nun, zwei Stellvertreter zu wählen. Der Grund dafür ist die hohe Belastung durch mehr Einsätze, mehr Papierkram und komplexere Aufgaben. Die Arbeit soll so auf mehr Schultern verteilt werden.

Zuletzt ging es um die Finanzen. Die Jahresrechnung für 2025 zeigt, dass die Gemeinde insgesamt rund 10 Millionen Euro weniger ausgegeben hat als geplant. Trotzdem deckten die laufenden Einnahmen nicht die Ausgaben. Besonders die Gewerbesteuern fielen mit 40,7 Millionen Euro niedriger aus als erwartet, auch wenn es eine leichte Stabilisierung zum Vorjahr gab. Die Gemeinde ist zwar weiterhin schuldenfrei, aber die Rücklagen sind in den Jahren 2024 und 2025 deutlich geschrumpft. Ende 2025 lagen sie noch bei 106,74 Millionen Euro.

Quelle: Unterföhring – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht

Weitere Meldungen aus Unterföhring

Alle ansehen

Aus dem Umkreis: Landkreis München

Alle ansehen