Unterföhring feiert Neubau für Hort und Mittagsbetreuung
In Unterföhring (Landkreis München, Bayern) gibt es einen neuen Treffpunkt für die kleinsten Bürger. Am 20. Juli wurde der Neubau für den Hort und die Mittagsbetreuung an der Schulstraße 1 offiziell gesegnet. Bürgermeister Florian Klietsch und sein Vorgänger Andreas Kemmelmeyer nahmen dabei einen symbolischen Brezenschlüssel vom Architekten Rene Rissland entgegen.
Der Weg zu diesem Gebäude war lang. Eigentlich wollte der Gemeinderat im März 2016 nur sanieren und erweitern, weil immer mehr Schüler in den Ort ziehen. Doch die ersten Pläne überzeugten niemanden. Im Mai 2020 entschied man sich deshalb für den kompletten Abriss und einen Neubau. Das Ergebnis ist ein zweistöckiges Haus in Holzhybridbauweise, in dem bis zu 300 Kinder Platz finden. Es gibt flexible Räume und 42 Parkplätze in der Tiefgarage.
Der Bau war nicht ohne Probleme. Die Corona-Pandemie, der Krieg in der Ukraine und Verzögerungen bei verschiedenen Handwerksbetrieben warfen den Zeitplan zurück. Auch die Kosten stiegen an: Am Ende zahlte die Gemeinde 29,8 Millionen Euro, was deutlich mehr war als ursprünglich geplant. Bürgermeister Klietsch zeigte sich dennoch begeistert vom Ergebnis und lobte die Qualität des Gebäudes und der Außenanlagen.
Besonders die Kinder dürfen sich auf den neuen Außenbereich freuen. Dort wurden 22 Bäume gepflanzt, die bald Schatten spenden. Ein Highlight ist die sogenannte „Wasserfall-Kaskade“, ein großes Kletterelement aus Robinienholz, das bis in das erste Stockwerk reicht.
Die Hausmeisterfamilie und die AWO-Beratungsstelle sind bereits eingezogen. Zum neuen Schuljahr ziehen nun 109 Hortkinder und 114 Kinder der Mittagsbetreuung nach. Diese kommen aus den alten Räumen in der Münchner Straße und der Straßäckerallee.
Aktuell wird noch geprüft, ob das Gebäude das Zertifikat „DGNB Gold“ der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen erhält. Die Pfarrer Dr. Markus Brunner und Julian Hensold haben dem Haus hingegen bereits den göttlichen Segen gegeben.