Ulm: Schwerer Arbeitsunfall und Brand in Holzbetrieb
Der Tag begann für einen holzverarbeitenden Betrieb südlich von Eberhardzell bereits kurz nach 9 Uhr mit einem Schreck. Eine Zinkenpresse lief wohl heiß, woraufhin es laut Zeugen laut knallte. Plötzlich schlugen Flammen aus der Maschine und dicker Rauch breitete sich in der Fertigungshalle aus. Zum Glück war zu diesem Zeitpunkt niemand in der Halle. Ein Verantwortlicher versuchte sofort, das Feuer zu löschen, bevor die Feuerwehr Eberhardzell eintraf. Elf Einsatzkräfte mit zwei Fahrzeugen löschten den Brand und kühlten die Maschine ab. Ein technischer Defekt am Motor war wohl die Ursache. Der Sachschaden liegt bei mindestens 50.000 Euro.
Nur wenige Stunden später, gegen 16.15 Uhr, passierte auf demselben Gelände ein schwerer Unfall. Ein 50-jähriger Mann arbeitete mit einem Gabelstapler und transportierte mehrere Holzbalken auf einer Palette. Die Balken waren rund fünf Meter lang. Bevor er losfuhr, hatte der Mann die Sicherungsbänder an der Palette entfernt.
Das wurde gefährlich: Während der Fahrt kippten mehrere der schweren Balken nach vorne von der Palette. Der Arbeiter konnte nicht mehr ausweichen und wurde am Ober- und Unterkörper von den Balken getroffen. Er erlitt schwere Verletzungen und wurde vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht.
Die Abteilung für Gewerbe und Umwelt des Polizeipräsidiums Ulm hat die Ermittlungen aufgenommen. Spezialisten aus Biberach prüfen nun genau, wie es zu dem Unfall kommen konnte. Hinweise darauf, dass jemand anderes an dem Unfall schuld sein könnte, gibt es bislang nicht.
Die Ermittlungen dauern an.