Ulm: Motorradfahrer flieht vor Kontrolle mit Drogen
Gegen 15 Uhr bemerkten Polizisten in Ulm (Baden-Württemberg) ein Motorrad im Stadtteil Erbach. Das Fahrzeug hatte kein Kennzeichen, weshalb die Beamten den Fahrer anhalten wollten. Doch der 20-Jährige reagierte anders als erwartet: Er gab Gas und flüchtete mit seinem Kraftrad vom Ort weg.
Die Polizei gab nicht auf und konnte den jungen Mann kurz darauf in der Ehinger Straße wiederfinden. Er stand direkt neben seinem abgestellten Motorrad. Als die Beamten ihn kontrollieren wollten, wurde der Fahrer sofort aggressiv. Er wehrte sich massiv gegen die Polizisten, bis sie ihn schließlich vorläufig festnehmen konnten.
Bei dem Handgemenge erlitten die beiden Polizisten leichte Verletzungen. Die Retter waren zwar vor Ort, aber eine medizinische Behandlung war nicht nötig. Als die Beamten dann den Rucksack des Mannes durchsuchten, stießen sie auf eine größere Menge Drogen. Sie fanden etwa 230 Gramm verpackte Marihuanablüten und eine Feinwaage. Die Polizei nahm die Drogen und die Waage sofort mit.
Nachdem alle Maßnahmen abgeschlossen waren, wurde der 20-Jährige wieder auf freien Fuß entlassen. Er muss nun aber mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Er wird wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie wegen Widerstands gegen Polizeibeamte angezeigt.
Ob und inwieweit sich der Verdächtige strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.