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Tübingen: Wohnraumbericht zeigt teure Mieten und Wohnungsmangel

Die Stadt hat eine große Analyse zum Wohnungsmarkt veröffentlicht. Trotz neuer Wohnungen bleibt die Suche nach bezahlbarem Raum in Tübingen schwierig.

In Tübingen (Baden-Württemberg) ist es schwer, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Das zeigt der neue Wohnraumbericht 2026, den die städtischen Wohnraumbeauftragten veröffentlicht haben. Zwar wächst die Bevölkerung nicht mehr so schnell wie früher, aber der Markt ist trotzdem extrem angespannt. Die Leerstandsquote liegt bei gerade einmal 1,2 Prozent.

Besonders die Mieten sind ein Problem. Wer heute eine ältere Wohnung mieten will, muss im Schnitt 13,45 Euro pro Quadratmeter zahlen. Bei bestehenden Verträgen für ältere Wohnungen liegt der Durchschnitt sogar bei 14,04 Euro. Günstiger ist es bei der städtischen Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau. Dort liegen die Mieten im Schnitt bei 10,21 Euro. Generell zeigt der Bericht, dass Genossenschaften und die Stadt günstigere Preise haben als private Vermieter.

Auch Neubauten allein helfen nicht ausreichend. Seit 2011 kamen zwar rund 5.000 neue Wohnungen dazu, was einem Zuwachs von knapp zehn Prozent entspricht. Trotzdem passt die Verteilung nicht: Viele kleine Haushalte bewohnen zu große Wohnungen. Gleichzeitig mussten 2022 fast 900 Familien mit drei oder mehr Menschen in zu kleinen Wohnungen leben, in denen es weniger Zimmer als Menschen gab.

Die Stadt versucht gegenzusteuern. Über das Programm „Fairer Wohnen“ und Konzeptvergaben wird versucht, die Preise zu drücken. Bei städtischen Vergaben muss mindestens ein Drittel der Wohnungen langfristig gefördert sein. Die städtische Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau hat zwischen 2017 und 2024 über 450 Wohnungen neu gebaut. Insgesamt verwaltet sie nun 2.284 Wohnungen, wovon 852 gefördert sind.

Baubürgermeister Cord Soehlke macht deutlich, dass eine einzelne Stadt nicht alles steuern kann. Die Baupreise für Wohnhäuser sind in zehn Jahren um 65 Prozent gestiegen. Zudem gehören der Stadt und ihren Unternehmen nur etwa sechs Prozent aller Wohnungen. Deshalb will die Stadt künftig auch schauen, wie man untergenutzten Wohnraum besser aktivieren kann und wie mehr Rechtssicherheit bei den Miethöhen entsteht.

Der vollständige Bericht ist unter www.tuebingen.de/wohnraumbericht zu finden.

Quelle: Tübingen – zur Originalmeldung

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