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Tübingen: Theaterstück über Auschwitz im Landgericht

Am 8. November zeigt das Schauspiel Stuttgart das Stück „Die Ermittlung“ in Tübingen. Der Vorverkauf für die Aufführung startet am 8. September.

In Tübingen (Baden-Württemberg) kommt ein bedeutendes Theaterstück zu Gast. Das Schauspiel Stuttgart führt am 8. November Peter Weiss’ Werk „Die Ermittlung“ auf. Als Spielort dient der Schwurgerichtssaal des Landgerichts Tübingen. Die Aufführung ist Teil des Programms zur Erinnerung an die Reichspogromnacht von 1938.

Das Stück basiert auf den Protokollen des ersten Auschwitz-Prozesses, der zwischen 1963 und 1965 in Frankfurt am Main stattfand. Damals standen die Verantwortlichen für die Vernichtungsmaschinerie in Auschwitz vor Gericht. Peter Weiss hatte den Prozess als Zuschauer verfolgt und die Ereignisse in einem dokumentarischen Theaterstück verarbeitet. In elf Abschnitten schildern Zeugen, Angeklagte, Richter und Verteidiger das Grauen der systematischen Vernichtung.

Sozialbürgermeisterin Dr. Gundula Schäfer-Vogel bezeichnet das Stück als beklemmende Mahnung gegen Hass und Hetze in der heutigen Gesellschaft. Die Aufführung wurde durch eine private Initiatorin aus der Bürgerschaft sowie durch verschiedene Förderer ermöglicht. Auch der Landgerichtspräsident unterstützte das Projekt, indem er den Gerichtssaal zur Verfügung stellte.

Die Zusammenarbeit erfolgt zwischen dem Schauspiel Stuttgart und dem Landgericht Tübingen. Unterstützt wird die Veranstaltung zudem von der Tübinger Stolpersteininitiative. Da die Plätze im Schwurgerichtssaal begrenzt sind, wird empfohlen, die Karten frühzeitig zu erwerben.

Interessierte können ihre Tickets ab Dienstag, dem 8. September, bestellen. Der Verkauf läuft direkt über die Internetseite des Schauspiels Stuttgart unter www.schauspiel-stuttgart.de/spielplan/monatsplan.

Quelle: Tübingen – zur Originalmeldung

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