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Tübingen stellt neue Erkenntnisse zu Theodor Dobler vor

Ein kostenloser Rundgang beleuchtet die dunkle Seite des ehemaligen „Retters der Stadt“. Der Historiker Jonas Metten zeigt auf, welche Rolle Dr. Theodor Dobler im Nationalsozialismus spielte.

In Tübingen (Baden-Württemberg) gibt es eine bekannte Persönlichkeit namens Dr. Theodor Dobler. Lange Zeit galt er als der „Retter der Stadt“. Doch das Bild hat sich gewandelt. Eine Kommission zur Untersuchung von Straßennamen fand heraus, dass Dobler Mitglied der NSDAP und weiterer NS-Verbände war. Deshalb wurde die Doblerstraße inzwischen mit einem Knoten gekennzeichnet.

Nun geht die Stadt einen Schritt weiter. Am Montag, den 17. August 2026, findet eine öffentliche Führung statt. Der Historiker Jonas Metten hat im Auftrag der Stadt die Biografie von Dobler genauer untersucht. Er stellt seine Ergebnisse zum ersten Mal bei diesem Rundgang vor.

Im Mittelpunkt stehen dabei mehrere Fragen: Welche Rolle spielte Dobler wirklich bei der kampflosen Übergabe Tübingens im Jahr 1945? Wie lief seine politische Überprüfung während der Entnazifizierung ab? Und was bewirkte er beim Wiederaufbau des Gesundheitswesens nach dem Krieg?

Die Führung beginnt um 17 Uhr. Treffpunkt für alle Interessierten ist die Keplerstraße 2. Die Teilnahme ist kostenlos und man muss sich nicht vorher anmelden.

Der Termin ist Teil der Reihe „Kennen Sie Tübingen?“. Diese kostenlosen Sommerführungen gibt es in der Stadt schon seit über 40 Jahren. Bis zum 7. September finden jeden Montag verschiedene Rundgänge statt. Das komplette Programm gibt es im Internet unter www.tuebingen.de/kennen-sie-tuebingen oder beim Fachbereich Kunst und Kultur.

Quelle: Tübingen – zur Originalmeldung

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