Tübingen schickt Delegation nach Perugia gegen Gewalt an Frauen
Am Mittwoch, den 2. September 2026, fliegt eine Delegation aus Tübingen (Baden-Württemberg) nach Perugia in Italien. Die Gruppe bleibt dort für drei Tage. Im Mittelpunkt des Besuchs steht der Kampf gegen Gewalt an Frauen. Die Teilnehmer wollen sich darüber austauschen, wie man Betroffene besser unterstützen und Gewalt verhindern kann.
Mit dabei sind Bürgermeisterin Dr. Gundula Schäfer-Vogel und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Mihriban Şahin. Außerdem reisen Silvia Fiore vom Verein „Frauen helfen Frauen“ sowie Carmen Steffan mit. Frau Steffan arbeitete früher bei der Kriminalpolizei in Reutlingen und ist jetzt bei der Kriminalpolizeidirektion Esslingen im Projekt „Gleichstellung“ tätig.
Ein wichtiger Punkt der Reise ist das Projekt „Rote Bank“. In Perugia gibt es diese rot lackierte Bank schon seit 2016. Die Farbe soll an das Blut der Opfer von häuslicher Gewalt erinnern und die Menschen wachrütteln. Seit 2024 steht eine solche Bank auch in Tübingen auf dem Platz vor der Kulturhalle. Das Projekt in Tübingen entstand durch eine Initiative des Vereins „Frauen helfen Frauen“ und des Referats für Kriminalprävention des Polizeipräsidiums Reutlingen, gemeinsam mit der Stadtverwaltung.
In Perugia werden die Gäste von Bürgermeisterin Vittoria Ferdinandi im Rathaus empfangen. Sie wurde im Juni 2024 als erste Frau in der Geschichte der Stadt Perugia an die Spitze gewählt. Es ist der erste offizielle Besuch einer Tübinger Delegation seit ihrem Amtsantritt.
Besonders wichtig ist ein Fachgespräch mit zwei Expertinnen vor Ort. Die Stadträtin für Soziales und Chancengleichheit, Dr. Costanza Spera, und die Rechtsanwältin Maurita Lombardi, die den Verein „Liberamente Donna“ leitet, nehmen an den Gesprächen teil. Gemeinsam wollen sie Erfahrungen aus der Arbeit in ihren Städten austauschen und neue Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen besprechen.
Quelle: Tübingen – zur Originalmeldung