Trier verstärkt Polizeipräsenz nach zwei Tötungsdelikten
In Trier (Rheinland-Pfalz) ist die Stimmung angespannt. In den vergangenen Wochen kam es zu zwei Tötungsdelikten, die die Menschen in der Stadt erschüttert haben. Zuerst starb am 15. Juli ein 22-jähriger Student. Er wurde bei einem Messerangriff verletzt und verstarb. Die Polizei konnte den Tatverdächtigen schnell fassen, er wurde noch kurz nach der Tat in der Nähe festgenommen.
Nur vier Tage später, am 19. Juli, folgte der nächste Schlag: Eine 29-jährige Studentin wurde tot in ihrer Wohnung gefunden. Eine Sonderkommission nahm sofort die Arbeit auf und ermittelte intensiv. Am 30. Juli konnten die Beamten schließlich zwei Tatverdächtige festnehmen.
Um das Sicherheitsgefühl der Bürger wieder zu stärken, haben sich die Stadtverwaltung und die Polizei nun geeinigt. Ab Freitag, dem 31. Juli, sind verstärkt gemeinsame Streifen unterwegs. Insgesamt sieben Doppelteams aus der Polizei und dem Kommunalen Vollzugsdienst des Ordnungsamtes patrouillieren in und um die Innenstadt sowie am Petrisberg. Diese Teams ergänzen die normalen Streifen.
Die Verantwortlichen wollen damit zeigen, dass die Menschen nicht alleine gelassen werden. Es geht nicht nur um harte Kontrollen, sondern vor allem darum, für die Bürger ansprechbar zu sein. Auch beim Olewiger Weinfest wird es eine besondere Sicherheitspräsenz geben, damit die Besucher dort ein sicheres Gefühl haben.
Ob und inwieweit sich die Festgenommenen strafbar gemacht haben, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Die Ermittlungen dauern an. Es gilt die Unschuldsvermutung.