Trier spart Energiekosten durch Solarstrom auf Stadtdächern
Trier (Rheinland-Pfalz) setzt verstärkt auf Sonnenenergie. Insgesamt acht städtische Gebäude bekommen Photovoltaik-Anlagen auf das Dach. Fünf dieser Anlagen sind bereits fertig, drei weitere sollen in Kürze folgen. Ein Beispiel ist die Kita St. Adula in Pfalzel, die im September 2024 fertiggestellt wurde. Dort haben 75 Kindergarten- und 24 Krippenkinder nun eine umweltfreundliche Stromversorgung über dem Kopf.
Das Projekt läuft über ein spezielles Pachtmodell mit den Trierer Stadtwerken. Das bedeutet: Die Stadtwerke haben die Kosten für den Bau und die Technik übernommen. Im Gegenzug zahlt die Stadt eine feste jährliche Pacht, um den Strom zu nutzen. Bevor die Anlagen gebaut wurden, haben das Hochbauamt und die Stadtwerke genau geprüft, ob die Dächer stabil genug sind, wie die Sonne hinfällt und ob sich das Ganze finanziell lohnt.
Die Zahlen sprechen für das Projekt. Wenn alle acht Anlagen laufen, erzeugen sie pro Jahr rund 529.000 Kilowattstunden Strom. Das ist so viel, wie etwa 150 normale Haushalte verbrauchen. Die Stadt spart dadurch jährlich rund 35.000 Euro an Energiekosten und muss weniger teure fossile Energien einkaufen. Gleichzeitig sinkt die CO2-Belastung um etwa 182 Tonnen pro Jahr.
Ein Großteil des Stroms, etwa 353.000 Kilowattstunden, wird direkt in den Gebäuden verbraucht. Der Rest fließt in einen kommunalen Pool und kann für andere städtische Immobilien genutzt werden.
Im Einzelnen sieht die Liste der Standorte so aus: Die Kita St. Adula (99,19 kWp), die Grundschule Ambrosius (63,7 kWp), die Grundschule Tarforst (63,7 kWp), die Fahrzeughalle der Feuerwache II (122,85 kWp) und die Berufsbildende Schule EHS (69,16 kWp) sind bereits fertig. Bis Ende August sollen der HGT-Anbau (22,7 kWp) und die Tufa (35,1 kWp) fertig werden. Die Egbert-Grundschule (85,36 kWp) folgt voraussichtlich Ende September.
Quelle: Trier – zur Originalmeldung